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Vorgänger und Nachfolger: Professor Hans-Dieter Allescher (l.) übergibt den Staffelstab an Dr. Werner Leidinger.

Stabwechsel auf dem Chef-Posten

Neuer Ärztlicher Direktor am Klinkum Garmisch-Partenkirchen

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Dr. Werner Leidinger ist der neue Ärztliche Direktor des Klinikums Garmisch-Partenkirchen. Er löst Professor Dr. Hans-Dieter Allescher ab, der dieses Ehrenamt fünf Jahre lang bekleidete. Nach einem Patt bei der Wahl hat Allescher den Weg für Leidinger frei gemacht.

von Peter Reinbold

Landkreis – Die drei Mitarbeiterinnen der PR- und Marketing-Abteilung des Klinikums Garmisch-Partenkirchen wissen, was zu tun ist, um Dinge medienwirksam zu verkaufen. Ein Bild sagt häufig mehr als tausend Worte. Deshalb soll’s ein Foto mit Symbolcharakter werden. Beim Hausschreiner haben sie einen Staffelstab in Auftrag gegeben, auf dem „Ärztlicher Direktor“ steht. Diesen hat Professor Hans-Dieter Allescher gestern weitergereicht – an seinen Nachfolger Dr. Werner Leidinger. Ein Moment, den PR-Mitarbeiterin Gudrun Stadler per Fotoapparat festhält. Leidinger, Chefarzt der Anästhesie und der operativen Intensivmedizin, übernimmt zum 1. August den Posten des Ärztlichen Direktors, den zuvor Allescher fünf Jahre lang bekleidete. Es ist ein „Ehrenamt“, wie Geschäftsführer Bernward Schröter klarstellt, und wird deshalb nicht extra honoriert. Aber es ist eines mit Strahlkraft.

Chefarzt Allescher, der im Zentrum Innere Medizin die Fachbereiche Gastroenterologie, Hepatologie, Stoffwechsel und Nephrologie verantwortet, ist nicht ganz freiwillig von der Spitze geschieden. Er wäre gerne weitere fünf Jahre ganz oben gestanden, obwohl die Verwaltungstätigkeit 30 Prozent seines Zwölf-Stunden-Tags beanspruchte. In Zukunft macht er wieder intensiver das, was er besonders gerne tut. Mit Leib und Seele Arzt sein. In einer geheimen Wahl der Chefärzte erhielt er ebenso viele Stimmen wie Leidinger. Danach entschied er sich, für Leidinger Platz zu machen. „Es war keine persönliche Niederlage, es war eine demokratische Wahl. Ich sehe das sportlich. Der Kollege wird das sicherlich auch gut machen.“

Für Allescher (60), seit 2003 am Klinikum, waren es fünf bewegte Jahre. Als Meilensteine, die in diese Zeit fielen, nennt er die Umbauarbeiten des Bettenhauses, den G7-Gipfel und die Eröffnung des Zentrums Innere Medizin am Standort der Unfallklinik in Murnau. „Die Kooperation mit Murnau hat eine andere Ebene erreicht. Ich hoffe, das geht so weiter.“ In seinen 15 Jahren in Garmisch-Partenkirchen hat er drei Geschäftsführer und damit drei Führungsstile erlebt: Wolfgang Türk, Peter Lenz und aktuell Bernward Schröter. „Es war nicht immer einfach. Aber persönlich habe ich viel gelernt.“

Doppelt so lange wie Allescher steht Leidinger (60) auf der Gehaltsliste des Klinikums. 1988 begann er als Assistenzarzt. Jetzt hat er die oberste Sprosse der Klinikums-Karriereleiter erklommen. „Ich habe hier schon alles erlebt“, sagt er. „Nur der Ärztliche Direktor hat mir noch gefehlt.“ Leidinger hat Dr. Clemens Stockklausner zu seinem Stellvertreter auserkoren. Er traf diese Wahl mit Bedacht. Stockklausner, Anfang 40, repräsentiert die Garde der jungen Chefärzte. Davon gibt es im Klinikum Garmisch-Partenkirchen nicht so viele. In den nächsten Jahren gehen zehn der 14 Chefärzte in Ruhestand. „Wir müssen geeignete Nachfolger finden, das ist die Herausforderung“, sagt Leidinger. Seine neue hat er mit dem Posten des Ärztlichen Direktors bereits gefunden.

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