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Der neue Eingangsbereich soll gleich nach der Abzweigung Richtung Graseck entstehen.

Gemeinderat segnet 1,58-Millionen-Euro-Projekt ab

Neuer Eingang für die Partnachklamm

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Der Eingang zur Partnachklamm soll schöner werden. Und vor allem eine WC-Anlage enthalten. Mit 14:12-Stimmen hat der Gemeinderat dieses 1,58-Millionen-Euro-Projekt abgesegnet. Auf Kritik stieß dabei, dass noch nicht klar ist, inwieweit sich der Forst als Grundeigentümer an dem Vorhaben beteiligt.

Garmisch-Partenkirchen – 375 000 Besucher aus aller Welt sind im vergangenen Jahr durch die Partnachklamm geströmt. Damit zählt das Garmisch-Partenkirchner Naturdenkmal, das seit 2006 über das Prädikat Nationales Geotop verfügt, zu den am meisten frequentierten Attraktionen im Landkreis. Mehr Gäste zieht’s lediglich auf die Zugspitze – in der Saison 2015/16 waren’s 510 648 – und nach Schloss Linderhof – 2016 haben sich 429 459 Menschen diesen Bau von König Ludwig II. angeschaut. Was aber nicht zum Erfolg der Partnachklamm passt, ist die Infrastruktur, die Gäste im Eingangsbereich vorfinden. Vor allem die blauen Dixi-Toiletten, die während der Hauptbesuchszeit aufgestellt werden, sind kein schöner Anblick. Das soll sich nun ändern: Mit 14:12-Stimmen hat der Gemeinderat beschlossen, den Bau eines neuen Eingangsgebäudes samt Kasse, WC-Anlage und kleinem Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter voranzutreiben.

780 000 Euro sind für diesen Abschnitt veranschlagt, der gleich nach der Abzweigung Richtung Graseck entstehen soll. Die Architektur wurde mit den Bayerischen Staatsforsten, dem Eigentümer der Partnachklamm, abgestimmt. Mit den Vertretern der Behörde laufen auch die Verhandlungen über die weiteren Projekte. An der Pitzner-Hütte ist ein Ausstellungsbereich zum Thema Nationales Geotop geplant, für den 465 000 Euro angesetzt sind. „Das betrifft rein den Forst“, betonte Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD). Genau wie die öffentliche Erschließung. Wasser- und Abwasserleitungen für die Pitzner-Hütte seien allein Sache des Grundeigentümers, verdeutlichte die Rathaus-Chefin. „Wir brauchen da hinten nur Strom für das Drehkreuz am Klamm-Eingang.“ In die dafür errechneten Kosten in Höhe von 333 000 Euro fallen auch unvorhergesehene Hang- und Felssicherungsarbeiten. Somit stehen zwar insgesamt 1,58 Millionen Euro für dieses Projekt im Raum, der Markt muss davon längst nicht alles schultern. Nachdem der Forst ein Drittel der Einnahmen aus der Partnachklamm erhält, strebt die Gemeinde eine Kostenbeteiligung in möglichst dieser Größenordnung an.

Bislang ist jedoch noch nichts schriftlich fixiert, was Elisabeth Koch massiv störte. Viel zu „unkonkret“ nannte die CSU-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat das, worüber sie abstimmen sollte. Auch die Vorwürfe, das Ganze sei „unzureichend vorbereitet“, und der Markt werde durch sein frühzeitiges Votum in „eine grottenschlechte Verhandlungsposition mit dem Forst gebracht“, warf sie in den Raum. Angesichts dessen fühlte sich Walter Echter (CSB) veranlasst, eine Lanze für seinen Arbeitgeber zu brechen: „Die Bayerischen Staatsforsten sind keine Institution, die jemand über den Tisch ziehen will“, sagte der Förster. Vielmehr würden hier „gleichwertige und anständige Partner“ über ein Vorhaben, an dem beide Interesse haben, verhandeln. Das untermauerte Meierhofer ebenso, die zudem darauf verwies, dass die Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt notwendig sei, um den Neubau noch heuer zu stemmen.

Auch wenn die Partnachklamm kein Programmbestandteil der Landesausstellung „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ ist, so sei es doch wünschenswert, den dortigen Eingangsbereich bis 2018 auf Vordermann zu bringen, meinte die Bürgermeisterin. Ähnlich sieht’s Nikolaus Stöger, Leiter des Forstbetriebs Oberammergau: „Der ist zwar losgelöst von der Landesausstellung, es wäre aber schön, wenn er bis dahin fertig wäre.“ Daher ist der Forst auch von Anfang an im Boot und deshalb steht in der kommenden Woche ein Treffen mit Vertretern des Marktes auf dem Plan, um weitere Details zu klären. „Wir leisten natürlich unseren Beitrag und sind auf einem guten Weg“, versichert Stöger. Das gelte auch für den Ausstellungsbereich zum Thema Geotop Partnachklamm an der Pitzner-Hütte, die ansonsten in ihrer jetzigen Form als urige Einkehr-Möglichkeit erhalten bleiben soll. „Daran halten wir fest.“

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