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„Wir konnten Familien helfen“: Neues Leben am Garmisch-Partenkirchner Bahnhof

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Von: Tanja Brinkmann

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Zwei moderne Häuser mit Mietwohnungen.
Viel Wohnraum – vor allem für Familien und Mitarbeiter – ist auf dem Bahnhofsareal entstanden. © Thomas Sehr

Das Warten hat sich gelohnt. Darin sind sich Franz Hummel und sein Team einig. Sechs Jahre haben sie auf das „Moun10“-Areal am Garmisch-Partenkirchner Bahnhof hingearbeitet. Jetzt ist es mit Leben gefüllt. Auf 12.700 Quadratmetern sind 179 Wohnungen, eine Jugendherberge und 30 Einheiten für Urlauber entstanden.

Garmisch-Partenkirchen – Es ist ein Meilenstein. Wieder einmal. „Das ist bei uns intern schon ein Running Gag“, sagt Franz Hummel und lacht. Denkt er an all die Projekte, die er in den vergangenen 25 Jahren im Landkreis und vor allem in Garmisch-Partenkirchen vollendet hat, „dann können wir aus all den Meilensteinen bald ein Haus bauen“. Der jüngst hinzugefügte müsste eigentlich etwas üppiger ausfallen. Das Vorhaben, das der Investor jetzt abgeschlossen hat, zählt schließlich zu den großen. Das belegen allein die nackten Zahlen. Auf 12.700 Quadratmetern hat er auf dem Areal zwischen Bahngleisen und Lagerhausstraße in den vergangenen sechs Jahren einiges geschaffen: 119 Mitarbeiter-, 36 Ferien-, 30 Familien- und 30 Eigentumswohnungen. Dazu eine Jugendherberge mit 200 Betten, eine Bäckerei und Gewerbeflächen, in denen auch Hummel und seine vier Mitarbeiter Büros bezogen haben. „Moun10“ nennt er das neue Bahnhofsareal – inspiriert von der einmaligen Bergwelt. Zudem symbolisiert die etwas andere Schreibweise den „zukunftsweisenden Charakter“.

Ein Ferienwohnungskomplex mit Bäckerei.
Aus einem Guss: das neue Areal zwischen Lagerhausstraße und Bahngleisen. © Thomas Sehr

Der Abschluss dieses Vorhabens freut auch Bürgermeisterin Elisabeth Koch (CSU). „Das war mit Sicherheit eines der aufwändigsten und größten privaten Bauvorhaben seit dem Neubau des GEP am Richard-Strauss-Platz“ (Anm. d. Red.: Auch das haben Hummel und sein Team realisiert). Damit kehre in diesem Teil des Ortes wieder ein bisschen mehr Ruhe ein, und die „neuen“ Anwohner und Gäste können ihr Domizil nun in vollen Zügen genießen, meint Koch.

Das neue Bahnhofsareal umfasst insgesamt 30.000 Quadratmeter

Noch wird auf dieser Seite der Bahngleise aber gearbeitet. Der Umgriff umfasst insgesamt 30.000 Quadratmeter. Im oberen Teil, den Hummel an einen holländischen Investor verkauft hat, entsteht das „Herzstück“. So heißt die Siedlung mit 135 Eigentumswohnungen in elf Häusern, die auf 14.000 Quadratmetern am Wannerweg entsteht. „Da läuft der zweite Bauabschnitt“, sagt Bitta Hebel, die in Hummels Firma für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Dazwischen hat ein Bauträger aus Günzburg auf 2800 Quadratmetern Miet- und Mitarbeiterwohnungen errichtet.

Der Wohn-/Essbereich einer Ferienwohnung.
Liebevoll eingerichtet: Die 36 Ferienwohnungen hat das Team so gestaltet, als würde es selbst einziehen. © Thomas Sehr

Das Gros der Arbeiten ist aber erledigt. Zu Hummels Erleichterung. Seine Planung musste er im Lauf der vergangenen sechs Jahre mehrfach über den Haufen werfen, etliche bürokratische Hürden überwinden. Davon hat sich der Wahl-Garmisch-Partenkirchner aber nie unterkriegen lassen. „Wenn man so was gegen alle Widerstände hinbekommt, dann freut uns das.“ Zumal nicht alles, was passiert, negativ sei, vielfach seien die Rahmenbedingungen vorgegeben. Und spätestens wenn er das bunte Treiben auf dem 225 Quadratmeter großen Spielplatz, der sich inmitten des neuen „Moun10“-Areals befindet, erlebt, merkt Hummel wieder, wie viel Spaß ihm seine Arbeit macht. „Wir konnten Familien helfen, die teilweise auf dem freien Markt keine Chance hatten.“

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