Unebene Pflastersteine
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Im nördlichen Bereich der Olympiastraße wurde teilweise bereits gepflastert. Die Steine werden noch verdichtet und eingeebnet.

Noch immer in Verzug

Sanierung der Olympiastraße hinkt Zeitplan hinterher - Beim Pflastern hakt‘s

  • Manuela Schauer
    vonManuela Schauer
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Ende September hätte das Pflastern ein Ende nehmen sollen. Daraus wurde nichts. Jetzt gibt es einen neuen Termin.

Garmisch-Partenkirchen24. Juli 2020: Die Marktgemeinde informiert die Bürger: Am Montag, 3. August, beginnen die Pflasterarbeiten an der Olympiastraße in Garmisch-Partenkirchen. Bis voraussichtlich Ende September sollen sie abgeschlossen sein.

Mitte August 2020: Einigen Anliegern reicht’s. Seit Jahren sind sie Lärm und Dreck ausgesetzt, verursacht durch die Baustelle am Landratsamt sowie durch die vielbefahrene Strecke. Und jetzt das. Es geht nichts vorwärts bei der Sanierung der Verbindungsachse zwischen St. MartinStraße und Richard-Strauss-Platz. So empfinden sie es zumindest. Sie wenden sich an die Presse. Der Markt räumt Verzögerungen ein.

Anfang November: Lücken klaffen. Pflastersteine fehlen. Die Arbeiten „sind leider immer noch in Verzug“, sagt Rathaussprecher Martin Bader. Nach Rücksprache mit der zuständigen Baufirma nennt er ein neues Datum für deren Ende. Die Gemeinde rechnet damit, dass die Restarbeiten bis spätestens Mitte Dezember abgeschlossen werden. „Angepeilt ist der 18. Dezember.“ Statt Ende September.

Vorgehensweise für Anwohner nicht nachvollziehbar

Für insgesamt circa 3,1 Millionen Euro bekommt die Olympiastraße ihre Schönheitsbehandlung verpasst. 1,2 Millionen fließen im Rahmen der Städtebauförderung von der Regierung von Oberbayern. Dass die Gemeinde die Strecke, die zuletzt wegen der Buckel die Fahrzeugachsen strapazierte, verbessert, begrüßt jeder. Nur die Koordination der Arbeiten können die Anwohner nicht nachvollziehen. „Es ist konfus, ein Stückerlwerk“, meint etwa Silvia Bittner. „Man versteht nicht, warum an einer Stelle mittendrin abgebrochen und woanders weitergemacht wird.“ Ihr fehlt die erkennbare Struktur.

Sie trägt die Situation mit einer Portion Galgenhumor. Ist einfach nur froh, dass sich ihre Mieter nicht bei ihr beschweren. Zum Beispiel darüber, dass Grundstücke teilweise immer noch nicht erreichbar sind, auf die Parkplätze am Kongresshaus ausgewichen werden muss. Das gilt vor allem für die Bewohner der Hausnummern 5 und 7. „Deren Anwesen können erst nach Beendigung der Pflasterarbeiten in der Fahrbahn wieder angefahren werden“, teilt Bader mit. Den Rest trifft’s, wenn am Gehweg vor der Einfahrt gewerkelt wird.

Derzeit erfolgt Bader zufolge das Pflastern der Straße im Abschnitt beim Landratsamt, nahe Chamonixstraße, sowie in den Gehwegbereichen. Seit Donnerstag bauen die Arbeiter die fehlende Deckschicht der Fahrbahn ein.

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