Eine Frau mit Maske hält in einem Schuhgeschäft einen Schuh in der Hand, hinter einer Scheibe schaut ihr eine Frau mit Maske zu
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Die Freude war groß, als die Geschäfte wieder öffnen durften, man, wie hier bei Schuh Wittmann in Garmisch-Partenkirchen, persönlich mit den Kunden sprechen konnte. Das aber ist nun wieder vorbei.

Inzidenz an drei Tagen über 100

Garmisch-Partenkirchen: Corona-Notbremse greift, Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr

An drei Tagen überschreitet Garmisch-Partenkirchen die Inzidenz von 100. DAs bedeutet Einschränkungen ab Freitag, 26. März. Die Corona-Notbremse tritt in Kraft.

Landkreis – Was sich bereits abgezeichnet hat, wird ab Freitag, 26. März, traurige Realität. Die Anzahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen hat im Landkreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von 100 überschritten. Die für diesen Fall politisch angeordnete „Notbremse“ muss deshalb nach Angaben des Landratsamtes ab Freitag gezogen werden.

Ab dann gelten folgende Regelungen:

Die Möglichkeit zu privaten Zusammenkünften wird wieder auf den eigenen Haushalt und eine weitere Person beschränkt. Kinder bis 14 Jahre sind ausgenommen.

■ Die Ausgangssperre gilt von 22 bis 5 Uhr. In dieser Zeit ist der Aufenthalt außerhalb der Wohnung untersagt. Ausnahmen sind medizinische oder veterinärmedizinische Notfälle, die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten oder unaufschiebbarer Ausbildungszwecke, die Wahrnehmung des Sorge-/ Umgangsrechts, die unaufschiebbare Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähriger, die Begleitung Sterbender, die Versorgung von Tieren oder ähnlich gewichtige und unabweisbare Gründe.

■  Die Öffnung von Ladengeschäften mit Kundenverkehr für Handels-, Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe ist wieder untersagt. Die Click & Collect-Regeln bleiben hier jedoch bestehen.

Ausgenommen von den Schließungen sind – unter Vorbehalt – der Lebensmittelhandel inklusive Direktvermarktung, Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Banken, Filialen des Brief- und Versandhandels, Reinigungen und Waschsalons, Blumenfachgeschäfte, Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen, Baumärkte, Verkauf von Presseartikeln, Versicherungsbüros, Buchhandlungen, Tierbedarf und Futtermittel sowie sonstige für die tägliche Versorgung unverzichtbare Ladengeschäfte. Auch Friseure sowie Betriebe für Fuß-, Hand-, Nagel- und Gesichtspflege bleiben offen.

Laut Wolfgang Rotzsche, Sprecher des Landratsamt, ist es derzeit schwierig, genauere Angaben zu machen. Relativ zuverlässige und aktuelle Seiten sind beim Bayerischen Gesundheitsministerium zu finden oder beim Katastrophenschutz Bayern .

sp

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