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Olympia-Bewerbung und Kramertunnel: "Bewegtes Jahr" 2010 für Naturschützer

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Für jahrelange Treue zur Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen im Bund Naturschutz zeichnen die Vorsitzenden Axel Doering (h.2.v.l.) und Dr. Andreas Keller (h.3.v.l.) die Mitglieder (v.v.l.) Heinz Hochberger, Heidrun Osthoff, Marlies Keller, Ursula Bockhorni-Imhoff, Franz Jäger sowie Walter Wimmer (h.l.) und Bernd Feldpausch (h.r.) aus. foto: Tokarski

Garmisch-Partenkirchen - Die Olympia-Bewerbung 2018 und der Bau des Kramertunnels - die beiden Themen bewegten die Naturschützer 2010 und tun es noch immer. Vorsitzender Axel Doering glaubt, dass der Olympia-Streit im Ort "noch nicht gekittet" ist...

Die „größte Bewegung“ im Jahr 2010 und auch die meiste Arbeit hat der Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen im Bund Naturschutz (BN) die Olympia-Bewerbung beschert. Vorsitzender Axel Doering fasste das Großprojekt bei der Jahreshauptversammlung noch einmal zusammen: Angefangen bei dem Ausstieg aus der Fachkommission Naturschutz über den Host City-Vertrag und die Kosten bis zum Bürgerbegehren. Gerade Letzteres war für den Kreisvorsitzenden „ein Erlebnis“. Mit dem riesigen Medienecho habe er nicht gerechnet. „Olympia haben wir hoffentlich ein für alle mal hinter uns“ sagte er abschließend. Die Folgen sind seiner Meinung nach aber noch deutlich spürbar: „Was im Ort zerstritten war, ist noch immer nicht gekittet.“

Das Thema Olympia hat sich für die Naturschützer positiv entwickelt - im Gegensatz zur Situation beim Bau des Kramertunnels. Im Jahr 2009 verlor der Bund Naturschutz den Prozess, in dem die Mitglieder gegen die geplante Trasse am Nordportal klagten. „Jetzt haben wir die Variante, die schon vor 25 Jahren von allen Beteiligten als die schlechteste gesehen wurde.“ Keller bezeichnet sie als „Schildbürgerstreich erster Ordnung“. Er ist davon überzeugt, dass die Arbeiten seit geraumer Zeit ruhen, „weil den Verantwortlichen die Kosten davonrennen“. Auch am Südportal häte seiner Meinung nach „jedes Kind anders geplant“ - nämlich kein Portal am Hang, sondern unterhalb des Bergs. Die Planungen am Tierheim seien nicht nur „ökologisch und optisch scheußlich“, sondern auch teuer.

Ein weiterer Dorn im Auge ist den Naturschützern die Diskussion um den Michael-Ende-Kurpark. Sollte dieser für ein Hotelprojekt am Bichlerhof angetastet werden, „muss man ihn mit Zähne und Klauen verteidigen“, forderte Doering. Wenn es kein überzeugendes Hotel-Konzept für die Fläche gibt, könne man das Bichlerhof-Areal doch am besten dem Kurpark zuschlagen.

Janine Tokarski

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