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Die Freieisflächen sind wieder geöffnet. Auch im Sommer sollen sie dauerhaft genutzt werden. Die Gemeindewerke verhandeln mit einem Anbieter. 

Olympia-Eissportzentrum: Frische Ideen für den Sommer

Gemeindewerke erarbeiten Konzept für bessere Nutzung

Garmisch-Partenkirchen - Wie kann man das Olympia-Eissportzentrum besser nutzen? Wie lässt sich damit mehr Geld verdienen und weniger ausgeben? Mit Fragen wie diesen setzen sich die Gemeindewerke intensiv auseinander. In den Sommermonaten könnte sich einiges ändern.

Olympia-Eissportzentrum. Es gab eine Zeit, da hat sich Wotan Lichtmeß’ Puls bei diesem Wort sofort erhöht. Er könne es nicht mehr hören, sagte er einmal in einem Tagblatt-Gespräch. Darüber reden wolle er eigentlich auch bald nicht mehr. Schließlich entwickle sich das OEZ für die Gemeindewerke langsam zu einem „Negativ-Imagefaktor“. Vor acht Monaten war das. Als Hobby-Eishockeyspieler den Gemeindewerken und damit Chef Lichtmeß mangelnde Transparenz vorwarfen.

Mittlerweile, so wirkt’s, bleibt der Herzschlag beim Stichwort Eissportzentrum stabil. Auf Nachfrage äußert sich Lichtmeß gelassen zu den Themen Konzept und Gutachter – ein Wort, das im April ebenfalls unregelmäßigen Puls verursacht hat.

Nach den Diskussionen um Sparmaßnahmen und der Kritik „einiger weniger“ kündigte Lichtmeß an: Er wird, entgegen seiner Überzeugung, einen unabhängigen Gutachter einsetzen, der ein Konzept für das OEZ erstellt. Zentrale Anforderungen: Auslastung erhöhen, Geld sparen, Halle zwei nicht schließen.

Noch kein Gutachter beauftragt

Am Gutachter hält Lichtmeß fest, er spricht sogar von zwei externen Beratern. Einer, der sich mit dem grundsätzlichen Angebot befasst, ein anderer für die Wirtschaftlichkeit. Beauftragt hat er noch keinen. Erst werden die Verantwortlichen selbst aktiv. Intern erarbeiten sie gerade ein umfangreiches Konzept. Sofort schickt Lichtmeß voraus: „Wir wollen in puncto Eiszeiten nicht viel verändern.“ Bis auf Weiteres dürfte es also bei der Schließung von Halle zwei zwischen Mitte September und Mitte Oktober bleiben, auch bei den angepassten Zeiten beim Publikumslauf und den erhöhten Preisen für das Sommereis, die noch bis 21. Dezember gelten. Diese haben, der Hinweis ist Lichtmeß natürlich wichtig, entgegen aller Prognosen keineswegs zu deutlich weniger Hobbyeishockeyspielern geführt, vielmehr sei die Zahl „eher angestiegen“.

Freiflächen im Sommer: „Da gibt es mehrere Möglichkeiten“

Generell klingt Lichtmeß zuversichtlich, was die Zukunft des Eisstadions betrifft. Ändern dürfte sich einiges, besonders im Sommer. „Die Ideen für die Zeit ohne Eis sind entscheidend.“ Mit Freizeitaktivitäten will er mehr Leben ins und ans OEZ bringen. Lichtmeß spricht nicht von mehr Veranstaltungen oder Trainingszeiten. Ihm schwebt eine dauerhafte Sommerlösung vor. Insbesondere für Halle zwei, die Curling-Halle und die Freiflächen.

Auf Letzterer könnte etwa ein Pumptrack, eine spezielle Mountainbikestrecke, entstehen, sinniert Lichtmeß. „Da gibt es mehrere Möglichkeiten.“ Sogar schon konkrete: Man befinde sich in guten Verhandlungen mit einem Anbieter, der seine Ideen sowohl für den Innen-, als auch den Außenbereich präsentiert hat. Über Kosten habe man ebenfalls bereits geredet. Nur spruchreif ist noch nichts.

Sommereis in Halle zwei steht auf dem Prüfstand

Eine seiner Überlegungen spricht Lichtmeß an, die noch für Unruhe sorgen könnte: das Sommereis in Halle zwei. Mit der Auslastung ist der Werke-Chef nicht zufrieden, „da ist mehr drin“. Die Hobby-Eishockeyspieler nimmt er aus, sie nutzen das Angebot. Gefordert jedoch wurde es von allen Seiten auch wegen der Trainingslager, die Teams in Garmisch-Partenkirchen veranstalten und dem Ort wichtige Einnahmen bringen würden. Ob man das teure Sommereis in Halle zwei nun für diese wenigen Camps aufrecht erhalten müsse – „da bin ich mir nicht so sicher“. Sofort will Lichtmeß das Angebot nicht abschaffen, vielleicht 2019. „Ich habe das im Blick.“

Genauso wie die Curling-Halle, über die sich die Gemeindewerke bald Gedanken machen müssen. 2018 läuft die Sportförderung durch den Bund aus, der die Halle seit 25 Jahren unterstützt. Eine Million Mark für diese Zeitspanne hatten die Beteiligten Anfang der 1990er Jahre vereinbart. Fallen die Zuschüsse weg, müssen sich Lichtmeß und Co. fragen: „Was machen wir mit der Curling-Halle?“

Mit Hochdruck wird an Konzepten gearbeitet

Zunächst aber arbeitet das Team mit Hochdruck an den Konzepten. In einem halben Jahr, schätzt der Werke-Leiter, steht jenes zu Angebot und Nutzung. Jenes zur Wirtschaftlichkeit in zehn Monaten.

Bei den Kosten hat sich Lichtmeß zufolge bereits einiges getan. Belief sich das OEZ-Minus zu Hochzeiten bei zwei Millionen Euro, liegt es nun bei etwa 1,5 Millionen. Das Ziel: 1,3, maximal 1,4 Millionen Euro Defizit. Gespart haben die Gemeindewerke unter anderem an Energie, „ohne dass es Nutzer merken“. Auch die Eiszeiten und die Eisbereitung habe man optimiert, sodass wenig Leerlauf entsteht. Offenbar ließ sich so das Arbeitspensum minimieren: Statt vier sind drei Eismeister im Einsatz, einer wird in einem anderen Bereich eingesetzt.

Doch sieht Lichtmeß bei Personal, Auslastung und Energie weiteres Einsparungspotenzial, das er in den nächsten Monaten zu Papier bringen will. Die fertigen Konzepte legt er besagten Gutachtern vor. Im Idealfall nicken sie diese nur noch ab. Und Lichtmeß bliebe im Ruhepol-Modus.

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