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Olympia-Gegner geben nicht auf

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In Kampfeslaune: Für die NOlympia-Vertreter Ludwig Hartmann (l.) und Axel Doering bedeutet der verlorene Bürgerentscheid nicht das Ende. Sie wollen sich weiterhin gegen die Olympischen Spiele in Bayern stellen.  foto: sehr
In Kampfeslaune: Für die NOlympia-Vertreter Ludwig Hartmann (l.) und Axel Doering bedeutet der verlorene Bürgerentscheid nicht das Ende. Sie wollen sich weiterhin gegen die Olympischen Spiele in Bayern stellen. foto: sehr

Garmisch-Partenkirchen - "Wir sind nicht tot" so lautet die zentrale Aussage von NOlympia-Sprecher Axel Doering einen Tag nach dem verlorenen Bürgerentscheid. Nun will er den Zuschlag verhindern.

Axel Doering kämpft weiter. Die Bewerbung zu verhindern, war nur ein Ziel der Gegner. Damit ist NOlympia nun gescheitert. Ein zweites lautet, dafür zu sorgen, dass Bayern nicht den Zuschlag erhält. „Das wird jetzt relevant“, betont Doering, Sprecher von NOlympia. Konkrete Pläne dafür hat er noch nicht, weitere Aktionen will er nach seiner Reise mit seinen Mitstreitern aus München besprechen.

Doch klar ist für ihn, dass nun wieder die Grundlage der Bewerbung in den Fokus rückt: das Bid Book. Bereits am 11. Januar hatte die Bewerbungsgesellschaft das große Dokument beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingereicht. „Darin gibt es so viele Fehler und Unregelmäßigkeiten. Das werden wir uns wieder genauer anschauen“, sagt der Kreisvorsitzende des Bundes Naturschutz. Sollte er darin massive „Unregelmäßigkeiten“ finden, schließt er juristische Schritte nicht aus. Wenn das IOC die Winterspiele 2018 am 6. Juli tatsächlich an Bayern vergibt, könne man aber „sicher sein, dass es den einen oder anderen juristischen Schritt geben wird“, kündigt Doering an. Ob die Olympia-Gegner auch im Nachgang des Bürgerentscheides rechtliche Einwendungen erwägen, vermag er nicht endgültig auszuschließen. „Es gibt darauf noch keine definitive Antwort.“ Das Ergebnis müsse erst genau analysiert werden. Doering zufolge schaut es aber „eher nicht“ danach aus.

Für Ludwig Hartmann hingegen, den Mitbegründer des Netzwerks NOlympia, ist die Antwort klar: „Wir respektieren die Mehrheit.“ Dennoch spricht der Grünen-Landtagsabgeordnete angesichts der 58 Prozent, die sich für die Austragung der Spiele aussprachen, von „einem blauen Auge“ für die Bewerbungsgesellschaft. Er kann sich gut vorstellen, dass es für den Zuschlag „vielleicht ein blaues Auge zu viel ist“. Auch für Hartmann ist klar, dass der Kampf weitergehen muss: „Wir streichen nicht die Segel.“

Hartmanns Ambitionen sind ehrgeizig. Denn ihm geht es nicht nur darum, „die Minderheit der Gegner weiterhin zu vertreten“. Er will auch dafür sorgen, „dass das IOC die Spielregeln ändert“. Um das zu erreichen, strebt der Politiker den Austausch mit Olympia-Gegnern anderer Länder an. Er hofft darauf, mit internationalen Kräften beim IOC ein Umdenken „weg vom Kommerz“ hin zum olympischen Grundgedanken mit Fokus auf den Sport bewirken zu können.

Janine Tokarski

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