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Das wird gemacht

Olympia-Skistadion: Sanierung kann starten

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Was lange währt, fängt endlich an. Für die Sanierung des Olympia-Skistadions stehen 4,4 Millionen Euro im Haushalt. 1,4 Millionen Euro hat der Gemeinderat jetzt freigeben. Das Rasenspielfeld wird erheblich reduziert und es entsteht eine multifunktionale Fläche.

Garmisch-Partenkirchen – Das Olympia-Skistadion ist eine historische Stätte, gebaut für die Winterspiele 1940, die Kriegs-bedingt nicht stattfanden, ein Besuchermagnet, in den pro Jahr rund 400 000 Touristen pilgern, aber beileibe kein Schmuckstück, sondern eine Anlage, die pro Jahr eine Million Euro Defizit macht. Das soll sich in kommenden Wochen, Monaten und Jahren ändern. Nach Abschluss des Faceliftings könnte eine Erlebniswelt entstanden sein, die noch mehr Besucher lockt und vielleicht Geld in den Säckel der Gemeinde spült. 4,4 Millionen Euro sind für die umfangreiche Sanierung ihm Haushalt vorgesehen. Der Bund gewährt einen Zuschuss von 2,1 Millionen Euro. Eine Finanzspritze, die in Zusammenhang mit dem G7-Gipfel 2015 in Schloss Elmau steht.

Jörg Hahn ist Chef des Garmisch-Partenkirchner Bauamts. 

Dem Zeitplan hinkt man mindestens ein Jahr hinterher. Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) hatte schon im April 2016 davon gesprochen, dass die erste Million verbaut wird. Begonnen wird nun heuer damit, die Freiflächen zu gestalten. Dafür hat der Gemeinderat mit 28:2 Stimmen grünes Licht gegeben und 1,415 Millionen Euro genehmigt. Die Höhe des Betrages monierte Peppi Braun (Freie Wähler), da die Summe, die ihm bekannt war, kurz vor der Gemeinderatssitzung um mehr als 300 000 Euro nach oben geschnellt war. „Wie kann es so etwas geben?“, fragte er. Meierhofer und Bauamtschef Jörg Hahn belehrten ihn, dass im Skistadion nun umfangreicher saniert werde als bisher vorgesehen. „Das kostet eben auch mehr“, erklärte die Rathauschefin.

Die Planung, die Hahn beschrieb, sieht vor, dass das Rasenspielfeld erheblich reduziert wird und „künftig an beiden Eingangsportalen endet“. Fußballspiele können deshalb in Zukunft keine mehr ausgetragen werden, da die Maße nicht mehr der Norm entsprechen, die der Deutsche Fußball-Bund (DFB) für den Ligenbetrieb vorschreibt. Für Hahn nicht weiter schlimm. „So viel ich weiß, wurden die Tore im Skistadion noch nie für eine reguläre Partie aufgebaut.“ Der Rasen, der in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Veranstaltungen gelitten hatte, bleibt erhalten und bekommt Hahn zufolge „ein sehr leistungsfähiges Dränage- und Bewässerungssystem“. Der Auslauf der Jugendschanze wird mit einen Kunstrasenteppich belegt. Südlich des Olympia-Hauses entsteht eine multifunktionale Fläche aus so genanntem Ortbeton, der eine wertige Oberfläche besitzen soll. „Dadurch wird der Gesamteinruck der Stadionrahmung gehoben“, erklärt Marktbaumeister Hahn. Auch die Denkmalpflege habe zugestimmt.

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