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Olympia-Skistadion: Innenminister Herrmann macht Flutlicht zu seinem Thema

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Von: Tanja Brinkmann

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Machen sich fürs Olympia-Skistadion stark: (v. l.) Landrat Anton Speer, SCP-Präsident Michael Maurer, Innenminister Joachim Herrmann, DSV-Präsident Dr. Franz Steinle und Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer. © Kornatz

Es schaut gut aus für die geplante Flutlichtanlage im Olympia-Skistadion. Innenminister Joachim Herrmann versicherte bei seinem Besuch des Neujahrsspringens, dass der Freistaat weiter als Zuschussgeber an Bord ist. Er geht davon aus, dass das auch für den Bund gilt.

Garmisch-Partenkirchen – Joachim Herrmann ist Fan. Das sieht man, wenn er bei jedem guten Sprung der deutschen Adler strahlt. Das hört man, wenn man mit ihm über Wintersport spricht. Gestern beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen haben Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) und Landrat Anton Speer die Gelegenheit beim Schopf gepackt und den bayerischen Innenminister (CSU) an ein Versprechen von Ministerpräsident Markus Söder erinnert. Der hatte im Vorjahr zugesagt, die Flutlichtanlage, die der Internationale Skiverband FIS für das Skistadion angeregt hat, finanziell zu fördern. „30 Prozent sind als Zuschuss drin, auch 35 Prozent dürften kein Problem darstellen“, hatte Söder damals verkündet. „Ein vorgezogenes Wahlversprechen, das eingelöst werden sollte“, findet Landtagsabgeordneter Florian Streibl (Freie Wähler).

Jetzt, ein Jahr später, steht längst fest, dass das Flutlicht teurer als zunächst gedacht wird. „Wir hatten erst nur die Kalkulation vom Schanzen-Neubau 2011 vorliegen“, erklärt Meierhofer. Die belief sich auf eine Million Euro. Mittlerweile ist klar, dass es wohl 1,5 Millionen Euro werden. „Wir lassen gerade eine genaue Kostenberechnung erstellen“, sagt die Bürgermeisterin. Die fordert auch der Bund, der sich ebenfalls mit 30 bis 35 Prozent an dem Vorhaben beteiligen will. „Ich gehe davon aus, dass es dabei bleibt“, betont Herrmann – trotz der Steigerung. Schließlich zähle das Neujahrsskispringen zu den Prestige-Veranstaltungen – für die Region, aber auch für Bund und Land. „Hier geht es nicht allein um eine Sport-, sondern um Tourismus- und Wirtschaftsförderung“, sagt Herrmann, „wie bei allen Wintersportorten.“ Millionen Zuschauer verfolgen das Skispringen jedes Jahr am Fernseher – mit der Folge, dass sie möglicherweise animiert werden, in diese wunderbare Gegend zu fahren. „Das rechtfertigt die Ausgaben.“

„Ein gutes Zeichen“ für die Flutlichtanlage

Im Freistaat steht dieses Projekt im Rahmen der Haushaltsberatungen auf der Agenda. Für April rechnet der Innenminister mit Klarheit. „Es wäre gut, wenn wir dann auch loslegen könnten“, unterstreicht Meierhofer. Im Rahmen der Stadion-Sanierung wird der Innenbereich im Mai, Juni zur Baustelle, in diesem Zug würde sie gern auch das Flutlicht installieren. Kann Herrmann gut verstehen, weshalb er verspricht, mit seinem Berliner Amtskollegen darüber zu sprechen. „Da hab’ ich ein Auge drauf.“ Auch ein deutliches Signal, dass ihm das Vorhaben am Herzen liegt.

Auf dem Zettel, den er zückt, wenn ihn jemand im VIP-Bereich des Olympia-Skistadions auf dieses Thema anspricht, sind zweimal 525 000 Euro vermerkt – einmal steht dahinter das Land Bayern, einmal der Bund. „Ein gutes Zeichen“, meint Michael Maurer, Präsident des Skiclubs Partenkirchen (SCP). Das Flutlicht hält er nicht allein zur Sicherung des Neujahrsspringens für wichtig, etwa dann, wenn es wetterbedingt zu Verzögerungen kommt und der zweite Durchgang in der Dämmerung beginnt. „Für den Sport selbst ist es unabdingbar, um abends trainieren zu können“, sagt Maurer. Zudem ermögliche Flutlicht eine bessere Vermarktung des Stadions. „Da kann man richtig kreativ werden“, meint er. Eine seiner Visionen bezieht sich auf Silvester – „da sehe ich noch viel Potenzial“.

Dem kann sich Herrmann nur anschließen. Vor dem Start hatte er die Gelegenheit, sich das Gelände vom Schanzenturm aus anzuschauen – und ist begeistert. Auch von der Leistung der Springer, „der ich großen Respekt zolle“. Für den Minister ist es ein Traum, wieder in Garmisch-Partenkirchen zu sein. Einem Ort, der ihm am Herzen liegt.

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