+
In der Verwandlung: Die Olympiastraße wird für circa drei Millionen Euro saniert. 

Wer haftet für Schäden?

Sanierung der Olympiastraße: Anwohner gelangen nicht zu Häusern - Gemeinderat schreibt offenen Brief

  • Manuela Schauer
    vonManuela Schauer
    schließen

Anwohner der Olympiastraße müssen mit Einschränkungen rechnen. Sie werden zeitweise nicht mehr direkt zu ihren Anwesen fahren können. Die Gemeinde bietet Park-Alternativen. Doch für Martin Schröter (FDP) bleibt eine Frage offen. 

Garmisch-Partenkirchen– Umleitungsschilder zieren die Ein- und Ausfahrt der Olympiastraße. Oder zumindest, was von ihr übrig geblieben ist. Die umfangreichen Arbeiten an der Strecke vorbei am Landratsamt in Garmisch-Partenkirchen laufen. Derzeit entsteht die Einfassung. Der nächste Schritt, das Pflastern, beginnt am Montag, 3. August. Mit Einschränkungen für die Anwohner. Sie gelangen mit ihren Fahrzeugen zeitweise nicht mehr zu ihren Wohnungen und Anwesen. Eine Angelegenheit, die Gemeinderat Martin Schröter auf den Plan ruft.

Der FDP-Mann hatte erfahren, dass die gesamte Straße bis Ende August komplett gesperrt werden soll – täglich von 7 bis 17 Uhr. „Das ist ein schwerer Eingriff für eine berufliche Tätigkeit oder für Personen mit Behinderung und insgesamt ein erheblicher Eingriff in die persönliche Freiheit“, beschwert er sich in einem offenen Brief. Zumal bislang von „wenigen einzelnen Tagen“ die Rede gewesen sei. Das Schreiben ging an Landrat Anton Speer (Freie Wähler), um diesen um Abstellmöglichkeiten auf dem Gelände der Kreisbehörde zu bitten. In erster Linie adressierte ihn Schröter aber an Bürgermeisterin Elisabeth Koch (CSU). Mit einer klaren Forderung: Der Markt müsse das Konzept ändern oder den Betroffenen einen alternativen Parkplatz in der Nähe anbieten.

Lesen Sie auch: Zuschuss bewilligt: Olympiastraße in Garmisch-Partenkirchen wird neu gestaltet

Kostenlose Parkmöglichkeit am Kongresshaus

Auf die Antwort aus dem Rathaus musste Schröter nicht lange warten. Im Anhang: das Anliegerschreiben der ausführenden Firma Kutter aus Eschenlohe. Samt Erklärungen für die Anwohner – und Aufklärung für den Liberalen. Denn der Bauablauf wurde so angepasst, dass die Straße nicht komplett gesperrt werden muss. „Da eine gebundene Pflasterfläche herzustellen ist, wird eine Zufahrt von der Von-Brug-Straße in die Olympiastraße nicht mehr möglich sein“, heißt es in dem Info-Brief. Von der St.-Martin-Straße aus werde das bis zu den entsprechenden Schritten jedoch gewährleistet.

Nachdem die Arbeiter die gebundene Pflasterfläche verlegt haben, muss diese zwei Wochen aushärten. Sie mit Autos und Co. zu benutzen – unmöglich. Daran führt kein Weg vorbei. Jedoch besteht die Möglichkeit, kostenlos am Kongresshaus zu parken, teilen Rathaus und Firma mit. Entsprechende Ausweise können bis Dienstag, 28. Juli, beim Rathaus geordert und ab 29. Juli, bei der Tourist-Info abgeholt werden.

Die Stellungnahme der Gemeinde ist aus Schröters Sicht unbefriedigend. Ihm brennt eine Frage unter den Nägeln: Wer haftet bei möglichen Schäden an den Pkw, die am Kongresshaus stehen. Der Halter, der seine Vollkaskoversicherung bemühen muss etwa? Für ihn inakzeptabel. „Die Versicherungspflicht muss bei der Marktgemeinde als Bauherrin der Sanierung liegen – beziehungsweise sie muss sich freiwillig dazu verpflichten.“ Genau das will er nun fordern.

Das könnte Sie auch interessieren: Schlaglöcher in Garmisch-Partenkirchen: Bürgermeisterin spricht von Versäumnis ihrer Vorgänger

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Erst Bergtour, dann Quarantäne? Tirol ist Risikogebiet: Was Wanderer nun beachten müssen
Erst Bergtour, dann Quarantäne? Tirol ist Risikogebiet: Was Wanderer nun beachten müssen
Corona in Bayern: Skifahren im Normalbetrieb? Aiwanger mit deutlichen Worten zu Winter-Tourismus im Freistaat
Corona in Bayern: Skifahren im Normalbetrieb? Aiwanger mit deutlichen Worten zu Winter-Tourismus im Freistaat
Nach Brand in Moria: Kommen Flüchtlinge in den Kreis Garmisch-Partenkirchen? Grünen-Politiker stellt Forderung
Nach Brand in Moria: Kommen Flüchtlinge in den Kreis Garmisch-Partenkirchen? Grünen-Politiker stellt Forderung

Kommentare