Professionelle Optik im Inneren des Corona-Test-Zentrums.
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Professionelle Optik im Inneren des Corona-Test-Zentrums.

3000 Schnelltests auf Lager

„Ostern etwas sicherer machen“: Corona-Testzentrum in Garmisch-Partenkirchen nimmt Betrieb auf

  • Christian Fellner
    vonChristian Fellner
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Die Garmischer Geschäftsleute starten am Gründonnerstag mit den Schnelltests am Richard-Strauss-Platz. Eine Anmeldung per QR-Code ist erwünscht, sonst drohen Wartezeiten.

Garmisch-Partenkirchen – Jetzt ist es fix: Am Gründonnerstag nimmt das Corona-Testzentrum am Richard-Strauss-Platz seinen Betrieb auf. Nicht allerdings wie angedacht im Holzprovisorium vor der früheren Tourist-Information, sondern in den Räumen des derzeit leer stehenden Hauses. „Dort haben wir mehr Kapazitäten, können fünf Stationen einrichten anstatt zwei vorne im Holzbau“, begründet Michaela Nelhiebel den kurzfristigen Umzug. Der Markt Garmisch-Partenkirchen und die GaPa Tourismus GmbH haben die Räume gerne bereitgestellt.

Man merkt in Nelhiebels Stimme einen gewissen Mix aus Vorfreude und Nervosität. Dass die Geschäftsleute der Werbegemeinschaft Garmischer Zentrum nun eine Station für Schnelltests betreiben, das ist wahrlich nichts Alltägliches. 15 Mitglieder haben sich am Montag von Experten schulen lassen. „Das ist super gelaufen“, sagt die Vorsitzende. Nun sind die Unternehmer bereit fürs Abenteuer.

Ergebnis kommt aufs Handy

Am Donnerstag, 9.30 Uhr, geht es los. „Wir haben jetzt 3000 Schnelltests auf Lager“, sagt Nelhiebel. Dort liegt zudem genügend Schutzkleidung. Immer drei bis fünf Mitarbeiter sollen in Schichten die Station besetzen. Je nach Aufkommen. „Wir sind gespannt, wie das Angebot angenommen wird“, betont Nelhiebel. „Beim Vorbereiten sind immer wieder Leute reingekommen, die sich sofort testen lassen wollten.“

Die Werbegemeinschaft hat für das Projekt eigens eine Software aus Österreich angeschafft, die den Ablauf sehr einfach machen soll. „Die Menschen melden sich an, kommen zum Testen, und kriegen das Ergebnis anschließend auf ihr Handy“, erklärt sie. Wer direkt vorbeikommt, muss den Personalausweis mitbringen, dazu möglicherweise etwas Geduld, wartet am Parkplatz und erhält hinterher einen Tagesausweis ausgehändigt. „Wir würden die Menschen bitten, einen Termin auszumachen, das geht vorerst nur mit einem QR-Code, der aber überall am Testzentrum zu finden ist.“

Keine Konkurrenz, sondern Zusatzangebot

Der Schnelltest im Zentrum gilt für maximal 24 Stunden und vorerst auch noch nicht für Altenheim-Besuche. „Es gibt da verschiedene Kategorien von Teststationen, Apotheken sind höher eingestuft, dort gilt der Test teilweise 48 Stunden, obwohl es der identische Test ist“, klärt Nelhiebel auf. Die Werbegemeinschaft will aber auch keine Konkurrenz sein. Sondern ein Zusatzangebot. Daher öffnet sie künftig am Wochenende in der Zeit, in der die Station am Wellenbad geschlossen ist, also am Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr. „Wir schließen deren Lücke.“ Von Montag bis Freitag sind die Tests am Richard-Strauss-Platz zwischen 9.30 und 17 Uhr möglich.

Nelhiebel und ihre Unternehmerkollegen hoffen allesamt, dass die Schnelltests schon bald auch zu Öffnungsmöglichkeiten für die Geschäfte und Restaurants führen. „Unser Ziel ist ja nicht die Grundversorgung der Bevölkerung“, stellt Niehiebel klar. Das würde etwas über die Möglichkeiten der Geschäftsleute hinaus gehen. „Wir wollen unseren Kunden wie auch unseren Mitarbeitern einen Service für maximale Sicherheit bieten.“ Aber auch für Familienbesuch über Ostern stehen die Tests zur Verfügung. „Wir wollen jetzt in erste Linie mal dafür sorgen, dass Ostern etwas sicherer wird und die Zahlen danach nicht wieder immens ansteigen.“

So funktioniert die Anmeldung:

Mit dem Smartphone über den QR-Code. Alle Infos gibt‘s stets aktuell auf der Homepage www. garmischer-zentrum.de

Der QR-Code zur Anmeldung.

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