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Ein Stück für die Lachmuskeln: Das Ensemble des Partenkirchner Bauerntheaters inszeniert den „verliebten Spion“ im Gasthof Rassen. Schon die Proben verliefen amüsant.   

Verspätete Premiere in Garmisch-Partenkirchen

Partenkirchner Bauerntheater zeigt neues Stück: „Der verliebte Spion“

„Spion“ mit Verspätung: Nach einer Verschiebung durch einen Krankheitsfall öffnet sich nun der Vorhang: Das Partenkirchner Bauerntheater feiert am Samstag mit einem neuen Stück nachträglich Premier. 

Garmisch-Partenkirchen – Die Geschichte geht gut aus. In doppelter Hinsicht: auf der Bühne – und dahinter. Denn der „verliebte Spion“ hat sich um zehn Wochen verspätet. Eigentlich sollte die Premiere zum 25-jährigen Bühnenjubiläum von Spielleiter Peter Maurer in der titelgebenden Hauptrolle am 13. Juli stattfinden. Die Plakate und Programmblätter waren schon gedruckt. Doch in letzter Minute kam ein unerwarteter Krankheitsfall dazwischen, eine ärztliche Anordnung zwang die Akteure zur Planänderung. „Diese Rolle war unersetzlich. Wir haben keine Zweitbesetzung“, sagt Maurer.

Partenkirchner Bauerntheater: 25 aktive Mitglieder

Das überschaubare Team des Partenkirchner Bauerntheaters aus 25 aktiven Mitgliedern ist Fluch und Segen zugleich. Denn so konnte man flexibel auf ein anderes, altbewährtes Stück aus dem Repertoire zurückgreifen. Der „Spion“ musste auf die Wartebank, bis der Doktor Grünes Licht gab. Jetzt ist es endlich soweit: Am Samstag, 28. September, darf das Publikum das neue Bühnen-Baby im historischen Theatersaal im Gasthof Rassen bewundern.

Über 100 Probenstunden stecken darin. Blut ist keines geflossen, nur Schweiß und Lachtränen: „Es waren sehr lustige Proben“, sagt Maurer, der 2011 den Posten von Toni Weinberger übernahm. „Man hat sich immer noch mehr amüsiert, je länger es gedauert hat.“ Das Ensemble hofft natürlich, dass die Zuschauer dies genauso empfinden, und sich das Stück zum „Dauerbrenner“ mausert.

Spielleiter Peter Maurer gibt den schwerhörigen Loisl

Maurer schlüpft in die Rolle des vermeintlich etwas einfältigen und vor allem arg „doraten“ (schwerhörigen) Hausmeister Loisl, der beim Bürgermeister eingeschleust wird, um dem „ruacherten“ Viehhändler Pfleiderer Informationsvorteile zu verschaffen. Dieses Vorhaben durchkreuzt die Gemeindesekretärin Anna, die genauso hübsch wie pfiffig ist.

Der Schwank „Der verliebte Spion“ stammt aus der Feder des beliebten Bühnenautors Franz Schaurer und ist im Münchner Wilhelm-Köhler-Verlag erschienen. Ob der Loisl am Ende seine Probleme löst und vielleicht sogar die Liebe findet? Das verrät Maurer über sein nachträgliches Jubiläums-Stück natürlich noch nicht.

Die Premierenvorstellung

von „Der verliebte Spion“ findet am Samstag, 28. September, um 20 Uhr im Rassen-Saal statt. Einlass ist um 19 Uhr. Karten am Spieltag gibt’s von 10 bis 12 Uhr im Gasthof Rassen. Eine telefonische Reservierung ist am Donnerstag und Freitag bei Gabi Bräu unter Telefon 0 88 21/5 96 85 von 8 bis 10 Uhr und von 17 bis 19 Uhr möglich.

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Von Eva Klaehn

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