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Viel Holz: So ungewöhnlich sieht das neue Eingangsgebäude der Partnachklamm im Modell aus.

Millionen für den Besucher-Magneten

Partnachklamm: Bauarbeiten für neuen Eingang laufen endlich

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Endlich tut sich etwas. Die Zeiten, in denen der Eingangsbereich der Partnachklamm abschreckte anstatt einzuladen, sind gezählt. Nun haben die Arbeiten am neuen Kassengebäude begonnen.

Garmisch-Partenkirchen– Deutschlandweit hat die Partnachklamm zuletzt Schlagzeilen gemacht. In Verbindung mit Unwetter, Schäden, Schließung. Und natürlich mit den Arbeiten, um die massiven Folgen zu beseitigen und die Klamm so schnell wie möglich wieder zu öffnen. Kaum einerhat bei dem Trubel die Baustelle unterhalb von Graseck beachtet. Dabei markiert sie den Start für ein Projekt, das jeden Besuch der Partnachklamm positiv verändern soll. Endlich.

Einheimische wie Touristen waren entsetzt. Besonders die blauen Dixie-Toiletten, die in der Hauptbesuchszeit aufgestellt werden, sorgten für Diskussionen. Generell gewinnen sie keinen Schönheitswettbewerb. Vor allem aber ihr Zustand schockierte. Verdreckt, unappetitlich, eklig – eines weltbekannten Naturdenkmals nicht würdig. Die Klos als Symbol dafür, dass sich die Infrastruktur im Eingangsbereich dringend ändern muss.

Bereits im Februar 2017 beschloss der Gemeinderat Garmisch-Partenkirchen mit 14:12-Stimmen, den Bau eines neuen Eingangsgebäudes samt Kasse, WC-Anlage und kleinem Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter voranzutreiben. Nun, eineinhalb Jahre später, wird am Abzweig nach Graseck gearbeitet. Die Vorbereitungen begannen bereits vor einigen Wochen, in denen die zuständige Firma das Holz für den Blockbau herrichtete. Dieser wächst nun auf einer Grundfläche von 23 mal 6 Meter in eine Höhe von rund vier Metern. Wann die Arbeiten am und im Gebäude abgeschlossen sind, dazu macht Rathaus-Sprecher Martin Bader keine Angaben. „Sie werden sicher noch einige Zeit in Anspruch nehmen.“ Einen besonderen Augenmerk richtet die Verwaltung auch auf die Toilettenanlagen. Sobald sie fertig sind, will sie die Gemeinde umgehend für die Besucher öffnen. Bader hofft auf Ende November.

Der Bau des neuen Gebäudes zieht weitere Arbeiten nach sich. Denn es wird mit moderner Elektronik – darunter Kassenautomaten und elektronischen Drehkreuzen an beiden Eingängen – ausgestattet. Dazu fehlen Leitungen sowie ein Breitbandanschluss, kurz: Die Klamm muss erschlossen werden. Wie lange dies dauert, „können wir zum heutigen Tage nicht genau abschätzen“, sagt Bader.

Einen groben Plan gibt es für Teil zwei des Gesamtprojektes Klamm-Zugang: den Ausstellungsbereich an der Pitzner-Hütte – sie bleibt als Einkehr-Möglichkeit erhalten – zum Thema Nationales Geotop. Ein Prädikat, das die Partnachklamm seit 2006 trägt. Die Arbeiten für diese Gebäude beginnen voraussichtlich Ende des Jahres. Vergeben hat der Bauausschuss die einzelnen Aufträge bereits (siehe Kasten).Klar wurde dabei: Die ursprünglich geschätzten Kosten von 1,58 Millionen Euro, an denen sich die Bayerischen Staatsforsten als Grundstückseigentümer mit einem Drittel beteiligen, sind nicht zu halten. Das bestätigt Rathaus-Sprecher Bader. Um wie viel sie sich jedoch erhöhen, dazu könne er aktuell ebenfalls noch keine Angaben machen.

Sicher ist: Hohe Ausgaben fallen in ein Jahr mit geringen Einnahmen. 2017 verbuchte der Markt allein von Mitte Juni bis Ende Juli Eintrittsgelder in Höhe von rund 450 000 Euro. Dieses Geld fehlt. Erst seit gut einer Woche ist die Klamm wieder geöffnet.

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