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Gesperrt für Besucher ist bis Anfang Dezember die Partnachklamm.

Ein Besuchermagnet

Partnachklamm längere Zeit gesperrt

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Wer in die Partnachklamm geht, der muss erst einmal den wahrlich unschönen Eingang passieren. Durch einen Neubau soll die Situation verbessert werden. Die Arbeiten dafür sollen heute beginnen.

Garmisch-Partenkirchen – Die Partnachklamm ist ein Magnet, der zahlreiche Besucher anzieht. An schönen Tagen strömen Touristen in Massen am Skistadion vorbei in Richtung Klamm. Die nächsten Wochen werden sie darauf verzichten müssen, die Partnach, die sich teilweise über 80 Meter tief in den Fels geschnitten hat, zu betrachten. Der Zugang zum Naturdenkmal ist erst wieder ab Anfang Dezember möglich. Zunächst war eine Schließung nur bis zum 10. November geplant gewesen.

Der Grund für die Verzögerung: Beim Einrichten der Baustelle am Eingang zur Partnachklamm hat sich Ute Leitner zufolge herausgestellt, „dass es nicht möglich ist, den Fußgängerstrom gefahrlos an der Baustelle vorbeizuleiten“. In den nächsten Wochen werde ein Fußgängersteg angelegt, auf dem die Besucher ab dem 2. Dezember wieder zum Nationalen Geotop Partnachklamm gelangen können, sagt die Rathaussprecherin.

Das Problem beschäftigte Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) und die Verwaltung in den vergangenen Tagen intensiv. Eine Besprechung jagte die nächste. Erst gestern stand endgültig fest, wie man die beengte Situation, die durch den Neubau entsteht, der gleich an der Abzweigung Richtung Graseck geplant ist, zu lösen gedenkt. Um wie viel teurer das Bauvorhaben durch den Fußgängersteg wird, steht noch nicht fest. „Wir sind jedoch davon überzeugt, dass die Einnahmen, die sich durch Eintrittsgelder generieren lassen, die Baukosten erheblich übersteigen“, sagt Leitner.

Die Infrastruktur an der Partnachklamm, die allein im vergangenen Jahr 375 000 Besucher aus aller Welt angelockt hat, lässt seit Jahren zu wünschen übrig. Ein Gebäude, in das die Kassen und vor allem ordentliche Toiletten integriert werden, soll Abhilfe schaffen. Das hatte der Gemeinderat bereits Ende Februar abgesegnet – mit 14:12-Stimmen. Passiert ist seither allerdings wenig – doch jetzt soll sich endlich etwas tun. Heute beginnen vorbereitende Tiefbauarbeiten für das Eingangsgebäude (Hangarbeiten, Grabungen für Kanalanschlüsse, danach Betonplatte) und in deren Folge die ersten Hochbauarbeiten. 1,58 Millionen Euro soll das Projekt, an dem sich der Forst mit einem Drittel beteiligt, kosten.

Was angesichts der Zeit, die seit dem Gemeinderatsbeschluss verstrichen ist, nicht mehr klappt, ist die Fertigstellung bis zur Landesausstellung 2018 in Ettal.

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