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Peter Fischer im CSU-Netz

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Peter Fischer. foto: sehr
Peter Fischer. foto: sehr

Garmisch-Partenkirchen - Der Skiclub-Vorsitzende Peter Fischer ist als Herausforderer von Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid im Gespräch. Doch der Wunschkandidat der CSU ziert sich noch.

Im Kampf um die Rückkehr an die Macht im Garmisch-Partenkirchner Rathaus, die sie vor fünf Jahren an das Christlich Soziale Bündnis (CSB) verloren hat, versucht die CSU ein Ass ins Spiel zu bringen. Peter Fischer, Vorsitzender des Skiclubs Garmisch, soll jener Mann für die Christsozialen sein, der Bürgermeister Thomas Schmid (CSB) aus dem Amt kegelt. Einziger Schwachpunkt in diesem Plan: Fischer, der die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2011 nach Garmisch-Partenkirchen geholt hatte und sie als Geschäftsführer zu einem finanziellen Erfolg machte, ringt noch mit sich, ob er gegen Schmid in die Rolle des Herausforderers schlüpfen mag. „Ich werde meinen Entschluss erst nach dem Weltcup bekanntgeben und zuerst die CSU informieren“, sagt der 59-Jährige.

Wohin der Trend geht - pro oder contra Kandidatur - dazu wollte sich Fischer nicht äußern. Elisabeth Koch, die Fischer ausgeguckt hat, versucht, ihm den Einstieg in die Politik schmackhaft zu machen, hofft, dass er sich im Sinne der CSU entscheidet. „Er wäre ein überaus geeigneter Kandidat“, sagt die Fraktions-Chefin im Gemeinderat. „So wie ich Fischer kennenlernen durfte, hat er über Jahre hinweg bewiesen, dass man sich auf sein Wort zu jeder Zeit verlassen kann.“

Die CSU-Granden in München finden Fischer, seit fast 30 Jahren Parteimitglied ohne je groß in Erscheinung getreten zu sein, allem Anschein nach gut. So soll CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt mit Fischer schon mehrmals telefoniert haben und ihm jedwede Unterstützung zugesagt haben. Auch Ministerpräsident Horst Seehofer ist dem Vernehmen nach in die Pläne eingeweiht und begrüßt sie. Seehofer lernte Fischer im Zuge der Olympiabewerbung von München und Garmisch-Partenkirchen für die Winterspiele 2018 schätzen. Fischer habe sich durch seine überaus erfolgreiche Arbeit größten Respekt erworben. „Die führt selbstverständlich dazu, dass Fischer jederzeit Tür und Tor in der Staatskanzlei offen stehen“, sagt Koch. Und auch innerparteilich, in den Ortsverbänden Garmisch und Partenkirchen hat man sich im Sinne der Parteiräson auf einen möglichen Kandidaten Fischer verständigt - ohne Tamtam, Grabenkämpfen und Ortsteildenken. Fischer, geboren im Gemeindeteil Garmisch - dort verwurzelt und sozialisiert - schlug bei mehreren Zusammenkünften mit den Partenkirchnern CSU-Mitgliedern eine Welle der Solidarität entgegen. So soll ihm Gemeinderat Hannes Bieler - im Partenkirchner Vereinsleben tief verwurzelt - die volle Unterstützung zugesagt haben.

Allerdings wurde bei diesen Treffen auch klar, dass sich bei einer Fischer-Absage andere in Stellung bringen werden. So wird gemunkelt, dass Wolfgang Bauer, von 2002 bis 2008 Zweiter Bürgermeister hinter Thomas Schmid und dem Partenkirchner Lager zugehörig, sowie Garmischs Ortsvorsitzender Thomas Neff Ambitionen hegen.

Die Personalie Fischer nahm Schmid gestern ohne Gemütsregung zur Kenntnis. „Ich kommentiere sie nicht. Das ist Sache der CSU. Ich spekuliere nicht über Spekulationen.“ Fischer als potenziellen Kandidaten habe er schon 2008 registriert, doch sei er damals ausgestiegen. prei

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