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Engagieren sich für die Kulturnacht: (v. l.) Stephanie Berger, Hubert Kuger, Beate Löw-Schneyder und Dr. Albert Siepe. 

Plattform für Künstler

Poetry Slam, Tanz und Film: Kulturnacht geht in die nächste Runde - mit einer Änderung

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Nach der Premiere 2016 findet die zweite Kulturnacht in Garmisch-Partenkirchen statt. Beziehungsweise in Garmisch. In zwei Jahren dann in Partenkirchen. Denn die Initiatoren wollen eine Veranstaltung im Zwei-Jahres-Rhythmus etablieren. Mit heimischen Künstlern und kostenfrei.

Garmisch-Partenkirchen – Noch in der Nacht und in den Tagen danach haben viele gefragt: Gibt es eine Fortsetzung? Die Initiatoren hatten keine Antwort parat, wussten sie doch selbst nicht, wie es weitergeht. Schließlich war die erste Kulturnacht in Garmisch-Partenkirchen ein Versuch. Eine Plattform wollte das Team schaffen, auf der sich heimische Kultur in seiner Vielfalt präsentiert. Doch war den Organisatoren wohl noch am Abend der Premiere klar: die Kulturnacht als Eintagsfliege? Das durfte fast nicht passieren. Zu positiv war die Resonanz, zu begeistert schwärmten die Besucher von der Atmosphäre und den Angeboten. Im Hintergrund wurde geplant, diskutiert, verworfen, neu geplant. Jetzt, zwei Jahre später, bekommen alle Kulturfans eine Antwort: Ja. Es gibt eine Neuauflage der Kulturnacht. Am Samstag, 27. Oktober, von 18 bis 23 Uhr.

An vielem halten die Initiatoren um Beate Löw-Schneyder vom Katholischen Kreisbildungswerk, Stephanie Berger von der Volkshochschule Garmisch-Partenkirchen und die Orga-Gruppe Kulturschaffende mit Dr. Albert Siepe und Hubert Kuger fest. Etwa am freien Eintritt. Ohne Gage treten die Künstler auf; ihre Einnahmen sind die Spenden der Besucher. Finanziert wird die Veranstaltung über einen Zuschuss der Marktgemeinde, die 8000 Euro bewilligt hat. Den größten Posten dürften die Werbemittel ausmachen. Der Kommerz, betont das Team, bleibt bei der Kulturnacht außen vor. „Uns geht es einfach darum, die Kultur der Region darzustellen“, sagt Berger. „Kultur erleben“ – das ist der Grundsatz, betont Kuger.

Eine wesentliche Änderung gibt es in diesem Jahr: Nur der Ortsteil Garmisch wird zur Bühne. Damit liegen die Veranstaltungsorte enger beieinander, alles ist fußläufig zu erreichen, ein Shuttle-Service wird überflüssig. Um die zehn Künstler beteiligen sich. Welche genau, verraten die Organisatoren noch nicht. Wohl aber geben sie einen Einblick in das breite Spektrum von Musik über Tanz, Bild und Film bis zur Literatur.

Beispielsweise wird mittelalterliche Musik zu hören sein. Ebenso wie Poetry Slam mit Schülern. Und Klangschalen. Tänze werden gezeigt, eine gespielte Lesung, Porträtbilder auf den Kirchturm projiziert. „Wir sind selbst richtig gespannt“, sagt Löw-Schneyder.

Als Veranstaltungsorte haben die Organisatoren die St.-Martin-Kirche und die Alte Kirche ebenso gewonnen wie das Museum Aschenbrenner und das Polznkasparhaus. Dabei galt zu überraschen, nicht das Naheliegende zu wählen. Eine Lesung also wird nicht in der Bücherei stattfinden. Dort wird stattdessen womöglich getanzt.

Entscheidend für die Initiatoren bleibt: Jeder kann sich einbringen, der kulturell Spannendes bietet und mit dem Landkreis verbunden ist. Auch jetzt nimmt Koordinator Kuger noch kurzentschlossene Künstler aus dem Landkreis auf. Nur sollten sie sich sofort melden. Denn Ende September erscheint das Programmheft mit allen Mitwirkenden, Veranstaltungsorten und Spielzeiten für die Kulturnacht 2018 in sieben Wochen.

Und wen danach die Frage umtreibt, ob es auch eine dritte Kulturnacht geben wird, der bekommt die Antwort sofort. Ja. Und zwar 2020. Dann im Ortsteil Partenkirchen.

Künstler,

die spontan noch bei der Kulturnacht am 27. Oktober mitmachen möchten, können sich unter kul turnacht.gapa@gmx.de melden.

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