+
Hier geht's lang! Polizei und Ordnungsdienste lenken die Fahrzeugströme.

Aufgaben bei Neujahrsspringen

Von Schneemassen und Besucherströmen

  • schließen

Garmisch-Partenkirchen – Massen von Neuschnee, die die Parkmöglichkeiten blockieren. Massen von Zuschauern, die zum Neujahrsspringen strömen. Schwieriger hätte die Aufgabe kaum sein können.

Am Ende gelang es, die Fahrzeuge der Besucher auf große Parkplätze im Ort zu lenken – auch wenn einzelne Verkehrsteilnehmer murrten, weil sie ihr Auto zumindest ihrer Meinung nach zu weit weg abstellen mussten. „Wir sind jedenfalls zufrieden“, meint der Stellvertretende Leiter der Garmisch-Partenkirchner Inspektion, Thomas Holzer.

Wenn's geht, lässt die Polizei die Besucher immer in den Straßen des Ortsteils Partenkirchen parken. Heuer war das nicht möglich: Hoch türmten sich Schneeberge an den Straßenrändern auf. Die weiße Pracht noch mit Fräsen zu beseitigen und abzutransportieren, wie so oft in der Vergangenheit, war in der Kürze der Zeit nicht mehr möglich. „Oberste Priorität für uns haben die Rettungswege“, betont Holzer. Gerade an Silvester, zur Qualifikation, waren noch etliche Pkw auf eben diesen Flächen geparkt. Abgeschleppt wurde aber niemand, versichert der Polizeisprecher. Meist reichte es, dass die Beamten an der Haustür klingelten und darauf aufmerksam machten, dass das Auto dort nicht bleiben könne.

An Neujahr lenkten die Beamten die Fahrzeugströme indes frühzeitig um: auf die Plätze am Eisstadion, das Areal der früheren Bowlingbahn sowie auf die Aurelis-Flächen beim Bahnhof. „Es war alles voll“, schildert der Einsatzleiter. Von dort konnten die Zuschauer Shuttle-Busse nutzen. Oder bei herrlichem Winterwetter zu Fuß ins Stadion wandern. Die insgesamt 60 Reisebusse, die eintrafen, leiteten die Beamten zu Stellflächen an der Arena oder am Klinikum.

Leichter hatten es die Fans, die an Neujahr mit der Bahn anreisten und direkt am Stadion aussteigen konnten. „Das dürfte etwa die Hälfte der Besucher gewesen sein“, schätzt Holzer.

Möglich wurde dies erst durch den Einsatz der Deutschen Bahn nach dem schweren Unfall Dienstagfrüh: Dort war ein Lastwagen, der Kameras für die Fernsehübertragungen ins Skistadion liefern sollte, auf dem Bahnübergang gestanden, als ein Zug der Werdenfelsbahn heranrollte, den Lkw erfasste und mitschleifte. Dabei wurde die Oberleitung schwer beschädigt, die Bahnstrecke blieb etwa eineinhalb Tage gesperrt. In der Zeit stellten Bahntechniker zusammen mit dem örtlichen Technischen Hilfswerk (THW) einen neuen Masten auf, verlegten die Oberleitung und nahmen sie in Betrieb. Am Silvestertag, zur Qualifikation, war der Übergang tagsüber sowohl für die Bahn als auch den Verkehr noch gesperrt, an Neujahr stand er offen und war in Betrieb. „Gott sei dank“, meint Holzer.

Matthias Holzapfel

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zugspitzbahn fährt wieder: Medienrummel vor dem Ansturm
Klebeband und Desinfektionsspray im Fokus: Die letzten Vorbereitungen für die Inbetriebnahme der Bayerischen Zugspitzbahn sind am Freitag von einem Medienrummel …
Zugspitzbahn fährt wieder: Medienrummel vor dem Ansturm
Kindertagesstätte: Platzproblem gelöst, alle Kinder bleiben im Gebäude
Einige Varianten wurden geprüft. Jetzt steht fest: Alle Kinder finden im neuen Kindergartenjahr Platz in der Kita St. Martin. Ein kleinerer Umbau ist dafür nötig. Die …
Kindertagesstätte: Platzproblem gelöst, alle Kinder bleiben im Gebäude
Alles vorbereitet im Oberen Isartal für den großen Berg-Ansturm
Die Wege sind geräumt, die Gondeln und Wirtsstuben herausgeputzt. Jetzt können die Bergwanderer zu den Unterkünften im Karwendel kommen.
Alles vorbereitet im Oberen Isartal für den großen Berg-Ansturm
Rechtsstreit um Corona-Leserbrief
Murnau hat sich zu einer Hochburg der Corona-Demos entwickelt. Auf diesen hält Dr. Uwe Erfurth, einer der Veranstalter, die Fahne hoch für den Schutz der Grundrechte. …
Rechtsstreit um Corona-Leserbrief

Kommentare