Alkoholisierter und aggressiver Mann hinterlässt Spur der Verwüstung

Randale an Weihnachten

  • schließen

Garmisch-Partenkirchen - Eine Spur der Verwüstung hat ein 26-jähriger Nigerianer am ersten Weihnachtsfeiertag in Garmisch-Partenkirchen hinterlassen. Sein Pech: Er hat seinen Rucksack samt Ausweis verloren, so dass seine Identität schnell feststand.

Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Beleidigung und Bedrohung – das ist nur ein Teil der Taten, für die sich ein 26-jähriger Nigerianer jetzt verantworten muss. Nachdem er am Abend und in der Nacht des ersten Weihnachtsfeiertags randalierend durch Garmisch-Partenkirchen gezogen war, wurde nun ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet.

Nach Auskunft der Polizei hatte der junge Mann vor seiner Tour durch die Marktgemeinde dem Alkohol erheblich zugesprochen. Stark angetrunken versuchte er dann gegen 20.45 Uhr an der Partnachstraße in ein Haus zu gelangen. Was er dort wollte, gilt es noch zu klären. Ins Innere kam er allerdings nicht. „Das scheiterte glücklicherweise am resoluten Verhalten einer Bewohnerin“, betont Polizeikommissar Armin Unger. Sie verständigte schließlich auch die Beamten über den unerfreulichen Weihnachtsbesuch.

Der ungebete Gast, möglicherweise frustriert, weil er nichts erreichen konnte, zog daraufhin in die nahe gelegene Enzianstraße weiter und ließ seine Wut an drei geparkten Pkw aus. Dafür nutzte er Unger zufolge seinen Rucksack als „Schlagwerkzeug“ und haute damit auf die Autos ein. Weiter ging’s in Richtung Bahnhofstraße, wo ihm wohl sein Rucksack zu schwer wurde. „Ein aufmerksamer Zeuge konnte beobachten, wie der Täter diesen in der Nähe der Spardabank zurückließ“, sagt der Sprecher der Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen. Im Inneren entdeckten seine Kollegen Personaldokumente des Nigerianers.

Noch während die Beamten weiter nach dem Täter suchten, ging eine Mitteilung aus der Musikbar Peaches am Marienplatz ein. Das Hausverbot, das der Betreiber bereits vor einiger Zeit für ihn ausgesprochen hatte, ignorierte er nämlich schlichtweg. Stattdessen ging er den Barkeeper sowie einen Gast an, beleidigte diese unflätig in Worten und Gesten, und bedrohte sie anschließend mit den Worten „You are a dead man“ („Du bist ein toter Mann“) – und zog wieder von dannen.

In seiner Unterkunft schnappte die Polizei den 26-Jährigen schließlich gegen 23.30 Uhr. Vorsorglich musste er die Nacht in der Gefangenenzelle der hiesigen Inspektion verbringen. Diese Maßnahme habe vor allem dazu gedient, weitere Straftaten zu verhindern, erklärt Unger.

Er und seine Kollegen gehen davon aus, dass der Mann weitere Zerstörungen angerichtet hat. Deshalb sollen sich Bürger, die im Bereich Partnach-/Enzianstraße wohnen und einen Schaden an ihrem Pkw in der Nacht auf den zweiten Weihnachtsfeiertag festgestellt haben, umgehend bei der Polizei in Garmisch-Partenkirchen unter Telefon 0 88 21/91 70 melden.

Rubriklistenbild: © picture alliance 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Brauerei Karg macht das Rennen
Das Geheimnis ist gelüftet: Murnaus Traditionsbrauerei Karg übernimmt zum Saisonstart 2018 im Freilichtmuseum Glentleiten die neue Gastronomie samt Schaubrauerei. Jetzt …
Brauerei Karg macht das Rennen
Party artet in wilde Schlägerei aus
Acht Stunden hat eine Jugendgerichtsverhandlung in Garmisch-Partenkirchen gedauert. Aber auch dann war nicht klar, was genau im Sommer 2015 bei einer Schulabschlussfeier …
Party artet in wilde Schlägerei aus
Schreiben sorgt für Riesenwirbel
Drei Seiten geballter Zündstoff: Das Staatliche Bauamt in Weilheim hat mit einem dreiseitigen Brief für Turbulenzen in Mittenwald gesorgt. Darin wird den verdutzten …
Schreiben sorgt für Riesenwirbel
GaPa-Tourismus: Nachfolger von Peter Ries nimmt Arbeit auf
Er tritt in große Fußstapfen: Thorsten Unseld ist der Nachfolger von Tourismusdirektor Peter Ries. Vor zwei Wochen hat der neue Kaufmännische Leiter bei GaPa-Tourismus …
GaPa-Tourismus: Nachfolger von Peter Ries nimmt Arbeit auf

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion