Intensive Ermittlungen von Erfolg gekrönt

Polizei nimmt drei mutmaßliche Rauschgifthändler fest

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Seit mehr als einem halben Jahr sollen sie im Raum Garmisch-Partenkirchen Kokain und Marihuana verkauft haben. Nun sitzen die drei mutmaßlichen Rauschgitfhändler in Untersuchungshaft. 

Garmisch-Partenkirchen – Monatelange Ermittlungen liegen hinter den Rauschgiftfahndern der Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen. Jetzt verbuchen sie einen Erfolg: Sie haben drei regionale Rauschgifthändler aus dem Verkehr gezogen. Die Frau und die beiden Männer sitzen bereits in Untersuchungshaft. Sie erwartet ein Strafverfahren wegen des Rauschgift-Handels als Bandenmitglied – ein schwerwiegender Vorwurf, sagt Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Vor knapp vier Monaten waren ein 29-jähriger rumänischer Staatsangehöriger und seine 28-jährige italienische Lebensgefährtin sowie ein 50-jähriger Italiener in den Fokus der Ermittler geraten. Seit mehr als einem halben Jahr sollen sie „einen schwungvollen Handel mit Kokain und Marihuana im Raum Garmisch-Partenkirchen betrieben haben“. Den Begriff „schwungvoll“ zu konkretisieren, fällt Sonntag schwer. Es gebe Vermutungen, Hinweise, Indizien. „Aber wir können den Handel nicht in Kilogramm beziffern.“

Besagte Hinweise verdichteten sich zuletzt, am 23. Juni nahmen die Ermittler den Rumänen fest. Im Rahmen einer Verkehrskontrolle stellten sie in seinem Auto rund 160 Gramm Kokain sicher, das in zwei Pakete verpackt und im Fahrzeug versteckt war. Noch am selben Tag führten die Beamten den Italiener an seiner Arbeitsstelle ab. Die 28-jährige Frau nahmen sie schließlich am Mittwoch, 5. Juli, in Augsburg fest. Die Durchsuchung der beiden Wohnungen ergab laut Polizei „Erkenntnisse, die den Verdacht auf gewerblichen Handel mit Betäubungsmitteln über einen längeren Zeitraum verstärkten“.

Zu den Ermittlungshintergründen bleibt Sonntag allgemein. Er spricht von Kronzeugen, richterlichen Beschlüssen zur Telefonüberwachung, intensiver Beobachtung. Konkreter kann er nicht werden. Auch wenn er weiß, wie „spannend“ die Geschichte dahinter wäre. Doch gerade im Rauschgift-Bereich „müssen wir sehr vorsichtig sein“. 

Rubriklistenbild: © dpa

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