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Bekommen tatkräftige Hilfe: (v.r.) Alexander Rossner berät Patrick Fierhauser und Florian Diepold-Erl. 

Anmeldungsphase läuft bis Ende November

Premiere für den „Klimafrühling“

Den „Klimafrühling“ wird es 2018 im Landkreis zum ersten Mal geben. Mithilfe vielfältiger Events will die Veranstaltung dem Thema Klimaschutz mehr Präsenz geben. Ein Format, das in München bereits im elften Jahr erfolgreich ist.

Landkreis– Den Bewohnern des Landkreises Ideen aufzeigen, wie jeder einzelne einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann – das ist das Ziel von Florian Diepold-Erl, Klimaschutzmanager des Landkreises Garmisch-Partenkirchen. „Das Klima ist etwas sehr Relevantes“, meint er. Er möchte dem Thema auch in der Region eine Bühne geben. Dazu hat er in Kooperation mit dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen den „Klimafrühling Oberland“ ins Leben gerufen.

Die Veranstaltungsreihe, die von 20. Februar bis 9. März nächsten Jahres stattfindet, soll sich durch das ganze Oberland ziehen und verschiedene Events zum Klimaschutz beinhalten. Ein Angebot zu initiieren und auszurichten kann so gut wie jeder: ob Kirchen, Schulen, Vereine, Kommunen oder Privatpersonen. Ebenso vielfältig wie die Akteure können auch die beigesteuerten Veranstaltungen sein. „Von Exkursionen, Ausstellungen, Filmvorführungen bis Vorträgen ist alles möglich. Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Hauptsache, es ist umsetzbar“, betont der Klimaschutzmanager.

Zur ersten Ideensammlung hatte das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen am Mittwochabend in den großen Sitzungssaal an der Olympiastraße eingeladen. Unter den etwa ein Dutzend interessierten Bürgern, die sich samt ihrer vielfältigen dort eingefunden hatten, war auch Angelika Warmuth vom Deutschen Alpenverein, Sektion Garmisch-Partenkirchen. Free-Ski-Filme, für die die Sportler mit Helikoptern an die Drehorte gelangen, sind ihr mit Blick auf das Klima ein Dorn im Auge. „Ich würde gerne klimaneutrale Streifen zeigen.“ Bergauf zu Fuß statt mit dem Hubschrauber. Dass auch im Einklang mit der Natur atemberaubende Aufnahmen entstehen können, das ist die Botschaft, die der Filmvortrag transportieren soll.

Bis Ende November läuft die Anmeldungsphase. Unter www.klimafrühling.com sammeln die Organisatoren Ideen. „Einige Vorschläge haben wir schon“, freut sich Diepold-Erl. Die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus auf der Zugspitze, der Ort Deutschlands mit den meisten Klimadaten, zeigt die Region im Jahr 2050 und deren durch den Klimawandel verursachten Veränderungen.

Tatkräftige Unterstützung erhalten Diepold-Erl und Patrick Fierhauser, Klimaschutzbeauftragter des Markts Murnau und Mitorganisator auf Landkreisebene, von Alexander Rossner. Bereits im vierten Jahr ist der Starnberger Unternehmer Mitorganisator des Münchner Klimaherbsts. Das seit elf Jahren erfolgreiche Event ist Quelle der Idee für die Veranstaltung im Oberland. Rossner kennt daher die Herausforderungen und gibt Tipps zur praktischen Umsetzung der Angebote. Er weiß zudem, was beim Publikum ankommt und was nicht. „Die kleinen Events, bei denen man ins Gespräch kommt und sich so vernetzt – das sind die charmanten.“

Für die erste Runde des Klimafrühlings im Oberland ist der Fokus klar. „Wir wollen das Event etablieren“, sagt Rossner. Einfach so erfolgreich sein, dass es eine Fortsetzung gibt.


Martina Baumeister

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