Meist unbenutzt sind die Abfallbehälter im Kurpark Garmisch, in denen man die Hundekotbeutel entsorgen kann.

Abfallbehälter werden nicht genutzt

Problemzone Kurpark: Rasen von Hundekot kontaminiert 

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Im Kurpark Garmisch liegt einiges im Argen. Fehlende Fensterscheiben sind aber nicht die größte Baustelle. Viel schlimmer: der Hundekot auf den Grünflächen. Der Rasenschnitt taugt nicht einmal mehr für die Biogasanlage. Ein Sicherheitsdienst soll in Zukunft nach dem Rechten schauen.

Garmisch-Partenkirchen – Die Sonne scheint, trotzdem ist es um die Mittagszeit knackig kalt. Die wenigen Besucher, die sich gestern im Kurpark Garmisch aufhalten und auf den Bänken dösen, versuchen, ein paar wärmende Strahlen einzufangen. Auf dem Gelände im geschäftigen Herzen von Garmisch herrscht im Totenmonat November fast gähnende Leere. Man ist unter sich. Kein Hundegebell oder Kinderlachen. Zu dieser Jahreszeit lädt die Grünfläche, im Frühling und Sommer ein Blumenmeer, nicht zum Verweilen ein. Wer über die gekiesten Wege schlendert, der erkennt, dass im Kurpark und an den Gebäuden ein Reparatur- und Investitionsstau herrscht. An den großen Fenstern im Wandelgang neben der Konzertmuschel fehlen etliche Scheiben. Von außen drängen Zweige von Büschen herein.

Unwürdig eines Tourismusorts wie Garmisch-Partenkirchen. Ein Bild des Verfalls, das Thema im Finanzausschuss war, als sich die Gemeinderäte mit dem Etat von GaPa-Tourismus beschäftigten. „So kann das nicht weitergehen“, sagte CSU-Mann Alois Maderspacher. „Wir müssen etwas tun.“ Dass viel liegen geblieben ist, weiß Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer. Sie erklärt die Zustände mit den Verzögerungen, die bei der geplanten Sanierung oder des Teilneubaus des Kongresshauses eingetreten sind. „Wir wollten alles in einem Aufwasch erledigen. Das ist jetzt nicht möglich.“ Sie kündigt Abhilfe an und macht sich Maderspachers Meinung zu eigen. „Es muss kurzfristig etwas passieren.“

Fehlende Fensterscheiben – nicht die einzige Problemzone des Kurparks. Es gibt eine weit schlimmere: Hundekot auf den Wiesen. Die Ausscheidungen der Zamperl haben eine Dimension erreicht, die Meierhofer zufolge „nicht mehr hinnehmbar ist“. Der Rasenschnitt ist derart kontaminiert, dass er für die Biogasanlage nicht mehr taugt. „Er muss jetzt als Restmüll entsorgt werden“, erklärt Meierhofer. Sie habe die Entwicklung zur Kenntnis genommen und gedenke zu reagieren. „Immer mehr halten sich einfach nicht an die Regeln, die im Kurpark gelten.“ Die Wenigsten packen die Hinterlassenschaft ihrer Tiere in einen Beutel und werfen ihn in die dafür vorgesehenen Abfallbehälter.

Das leidige Thema Hundekot soll laut Meierhofer nun im Tourismus- und Hauptschuss angesprochen werden. Beiden Gremien sitzt Zweiter Bürgermeister Wolfgang Bauer (CSU) vor. Meierhofer kennt eine Lösung. „Wahrscheinlich werden wir Kontrollen einführen. Wir können nicht tatenlos zuschauen, dass der Kurpark zur Hunde-Toilette verkommt.“ Die Bürgermeisterin denkt darüber nach, einen Sicherheitsdienst mit der Aufgabe zu betrauen, nach dem Rechten zu schauen. „Das kosten Geld, das man sich sparen könnte.“

Eine weitere Möglichkeit, über die nachgedacht wird: Für die Wintermonate könnte sich Meierhofer eine Schließung des Kurparks mit Einbruch der Dunkelheit vorstellen. Damit wären zumindest die nächtlichen Gassi-Geher ausgesperrt.

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