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Kann den Wunsch der Mitarbeiter nachvollziehen: Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer. 

Suche nach neuem Chef läuft

Rechtsformänderung von GaPa-Tourismus: Gemeinderat erfüllt Wunsch der Mitarbeiter 

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Es war ein eindeutiges Ergebnis des Gemeinderates. Das Gremium hat entschieden, dass das Personal von GaPa-Tourismus auch künftig im Tarifvertrag bleibt. 

Garmisch-Partenkirchen – Aus Amt 80 wird eine eigenständige GmbH. Eine bahnbrechende Entscheidung, die der Gemeinderat im Juli getroffen hat. Einstimmig. Nach zahlreichen Anläufen, jahrelangem Ringen ist endlich klar, dass GaPa-Tourismus zum 1. April 2019 eine neue Rechtsform bekommt. Die Gemeinde behält ein Mitspracherecht und eine Kontrollfunktion. Diese soll der Aufsichtsrat, analog dem der Gemeindewerke, ausüben.

Allerdings beschäftigt insbesondere die 80 Mitarbeiter, wie es mit ihnen weitergeht. Das heißt, fallen sie weiter unter den Tarif für den Öffentlichen Dienst, weil die GmbH im kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) bleibt, oder nicht. Für die CSU und das CSB keine Frage. Die Vertreter der beiden Fraktionen hatten dafür plädiert, dass GaPa-Tourismus den KAV verlässt. „Notwendige Neueinstellungen und die benötigte Flexibilisierung der Vergütung können nur bei einem hohen Maß an tarif- und arbeitsrechtlicher Flexibilität einzig bei einer GmbH realisiert werden“, begründen die Vorsitzenden Elisabeth Koch (CSU) und Florian Hilleprandt (CSB) ihren Antrag. Dieser entspricht auch dem Vorschlag von Rechtsanwalt Andreas Schriefers, der die Rechtsformänderung als Berater begleitet.

Über 40 Bewerbungen für Chefposten eingegangen

Dieses Ansinnen zog Koch im Namen beider Fraktionen zurück. Im Vorfeld der Gemeinderatssitzung waren nämlich die Mitarbeiter befragt worden. Deren eindeutiger Wunsch: im KAV bleiben. „Ich bedauere die mangelnde Zuversicht in unser Gremium“, sagte Koch und verwies auf die zugesicherte „Besitzstandswahrung“. Sie bleibt bei ihrer Meinung: „Ein wirtschaftlich agierendes Unternehmen braucht unbedingt Tariffreiheit. Wir tun aber nichts, bei dem die Mitarbeiter nicht mitziehen.“ Dem schloss sich Hilleprandt an, auch wenn er wie die Berater eine Gastmitgliedschaft im KAV – diese befreit von der Verpflichtung, ausgehandelte Tarifverträge uneingeschränkt anzuwenden – präferiert. „Da frage ich mich, wofür wir teure Gutachten erstellen haben lassen.“

Mit 25:4-Stimmen folgte das Gremium dem Wunsch der Mitarbeiter. Den kann Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) nachvollziehen, zumal auch die Werke nach der Umwandlung in ein eigenständiges Kommunalunternehmen im KAV geblieben sind. „So sind sie bei allen Tarifrunden dabei.“

Das Team von GaPa-Tourismus, von denen etliche die Sitzung verfolgte, sei ein sehr gutes. „Das zeigt sich auch daran, dass die Mitarbeiter seit einem halben Jahr ohne Chef arbeiten“, findet Meierhofer. Dieser Zustand soll sich möglichst noch in diesem Dezember ändern. Über 40 Bewerbungen sind im Markt eingegangen. „Die Unterlagen werden jetzt von unserer Beratungsfirma gesichtet.“ Noch steht also nicht fest, wer in die engere Auswahl kommt.

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