+
Alle feiern den kleinen Paul: natürlich die Eltern Lisa und Tobias Günter sowie (hinten v. l.) Hebamme An na Pirk, Dr. Rainer Wahl und Dr. Barbara Stör.  

2017: So viele Geburten wie nie am Klinikum Garmisch-Partenkirchen 

1000. Geburt: Rekordbaby Paul kommt aus Mittenwald

  • schließen

Er heißt Paul. Wiegt 4160 Gramm, ist 59 Zentimeter groß. Und er wird gefeiert. Von seinen Eltern – Paul ist ihr erstes Kind. Und vom Krankenhaus-Personal. Denn Paul ist im Jahr 2017 auch Geburt Nummer 1000 am Klinikum Garmisch-Partenkirchen. Ein Rekord.

Garmisch-Partenkirchen – Viele schicken Dankeskarten, oft mit Fotos. Baby lächeln darauf. Oder sie schlafen selig. Manche reißen auch erschrocken die Augen auf, weil sie zum ersten Mal in einen Fotoapparat schauen. Das Team um Sabine Legl-Türk hängt sie alle auf. Ein Jahr lang, dann werden sie durch die neuen Babys ersetzt. Denn würden sie alle aufhängen – die Geburtshilfestation am Klinikum Garmisch-Partenkirchen müsste wohl anbauen. Ja, sagt die Leitende Hebamme und lacht, mit allen Babys, die dort auf die Welt gekommen sind, könnte man Räume tapezieren. Es dürfte langsam schon mit allen Geburten-Glückwunschkarten eines Jahres eng werden.

2017 erzielt das Klinikum – schon wieder – einen Rekord: Zum 31. Dezember 2017, 23.59 Uhr, zählte es 1013 Geburten (siehe unten). Babys sind es noch mehr. Denn Zwillingen werden als eine Geburt gezählt. Genaue Zahlen hat Legl-Türk dazu nicht parat. Sie weiß aber: Drillinge kamen 2017 in Garmisch-Partenkirchen keine zur Welt.

Seit 1982 arbeitet die heute 56-Jährige am Klinikum. Um die 5000 Mädchen und Buben – genau kann sie es nicht sagen, „eine Stricherlliste führe ich nicht mehr“ – hat sie selbst in den 35 Jahren zur Welt gebracht. „Jedes Einzelne hat einen besonderen Zauber“, sagt sie. Das hat sich in all den Jahren nicht verändert. Vieles andere schon.

Etwa 300 Geburten im Jahr 1982

Heute arbeiten auf der Station 13 Hebammen in Voll- und Teilzeit. Begonnen hat Legl-Türk in einem Vierer-Team. Etwa 300 Geburten zählte es im Jahr. Nun die 1000er-Marke zu durchbrechen, ist auch für sie „schier unglaublich. Wir freuen uns sehr“. Die steigenden Geburtenzahlen sieht Dr. Rainer Wahl, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, als Bestätigung: Ein Mutter-Kind-Zentrum einzurichten, „war der richtige Weg“.

2013 wurde dieses eröffnet, um eine bestmögliche Versorgung der Kinder sowie die Nähe von Mutter und Baby zu garantieren. Dieses Angebot überzeugt offenbar. Ebenso wie die „perfekte Zusammenarbeit im gesamten Team“ aus Frauen- und Kinderärzten, Schwester und Hebammen. Diese hebt Legl-Türk mehrmals hervor, sie sei keine Selbstverständlichkeit. Das, dessen ist sich die Leitende Hebamme sicher, spüren die werdenden Eltern und entscheiden sich auch deshalb für die Geburt in Garmisch-Partenkirchen. Viele positive Gründe für die guten Zahlen. Doch es gibt auch einen negativen. Beziehungsweise drei: So viele Geburtshilfen schlossen 2017 im Umkreis: Bad Tölz machte im März den Anfang, Bad Aibling folgte im August, Weilheim im September. „Klar, das merken wir“, sagt Legl-Türk. Bei Weitem nicht nur Frauen aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen entscheiden sich für ihre Station. Lisa und Tobias Günter taten es. Sie leben in Mittenwald. Zur Geburt von Sohn Paul am 27. Dezember 2017 um 14.54 Uhr überreichte ihnen Chefarzt Wahl persönlich einen Gutschein und Blumen. Denn mit Paul war die magische Grenze, die „besondere Schallmauer“, wie es in einer Pressemitteilung des Klinikums heißt, von 1000 Geburten erreicht.

Eine Prognose für 2018 gibt Legl-Türk nicht ab. Sie findet es einfach „toll, wenn es noch mehr werden würden“. Im Januar zumindest ist die Station schon wieder auf Rekordkurs: Die Leitende Hebamme verzeichnet mit an die 100 so viele Geburtenanmeldungen wie nie in einem Monat. Mal sehen, ob 2018 an der Baby-Glückwunschkarten-Wand bereits nach einem halben Jahr Platz gemacht werden muss für die neuen Kinder.

Stetige Steigerung

Seit einigen Jahren schon verzeichnet Dr. Rainer Wahl, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Garmisch-Partenkirchen, einen Aufwärtstrend bei der Geburtenzahl. Die Leitende Hebamme Sabine Legl-Türk, die seit 35 Jahren am Klinikum arbeitet, spricht von einer stetigen Steigerung. Enorm sei diese seit etwa drei Jahren zu spüren. 2014 zählte das Klinikum 725 Geburten. 2015 waren es 773. 2016 folgte mit bereits 915 Geburten ein weiteres Rekordjahr, das 2017 mit 1013 erneut getoppt wurde.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

#schön #schöner #alpenweltkalender: Sieg beim ersten Instagram-Wettbewerb geht in den Ruhrpott
Er kam, sah und knipste. Marcel Dominik aus Essen ist einer von vielen Gewinnern des ersten Instagram-Foto-Wettbewerbs der Alpenwelt Karwendel. Mit der neuen …
#schön #schöner #alpenweltkalender: Sieg beim ersten Instagram-Wettbewerb geht in den Ruhrpott
Nach verheerendem Brand der Gamshütte: Neue Hütte am Wank eröffnet - unter neuem Namen
Es ist soweit: Nach einem verheerenden Brand 2015 wurde die Tannenhütte - ehemals Gamshütte - am Wank am Freitag wiedereröffnet. Sie ist DAS neue Ausflugsziel.
Nach verheerendem Brand der Gamshütte: Neue Hütte am Wank eröffnet - unter neuem Namen
Viele Bewerber für Fierhauser-Nachfolge
Klimaschutz, Biber, Mobilität, Asiatischer Laubholzbockkäfer und manch anderes Thema hat Patrick Fierhauser in den vergangenen zwei Jahren in Murnau beackert. Nun ist er …
Viele Bewerber für Fierhauser-Nachfolge
Stückls geheime Liste: Wer bekommt welche Rollen bei den Passionsspielen?
Oberammergau fiebert dem Samstag, 20. Oktober, entgegen: Dann wird verkündet, wer Jesus, Maria, Pilatus oder Judas wird. Die eine oder andere Überraschung gibt es, …
Stückls geheime Liste: Wer bekommt welche Rollen bei den Passionsspielen?

Kommentare