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Ziehen beim Richard-Strauss-Festival an einem Strang: Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer und der Künstlerische Leiter Alexander Liebreich. 

Kartenvorverkauf läuft

Richard-Strauss-Festival 2020: Liebreich bleibt seinem Weg treu

Alexander Liebreich geht seinen Weg weiter. Auch beim Strauss-Festival 2020 will er Musik und Natur miteinander verbinden. Gleichzeitig gibt es aber auch Neuerungen.

München/Garmisch-Partenkirchen –Direkt vom Flughafen war Alexander Liebreich, der Künstlerische Leiter des Garmisch-Partenkirchner Richard-Strauss-Festivals, in den Wintergarten des Hotels München Palace geeilt. In den USA hatte er bei seiner Konzertreise mehrmals „Also sprach Zarathustra“ dirigiert, an mehreren Publikumsgesprächen über die Musik des Weltbürgers Strauss teilgenommen. Ein Spirit, den er in die Medienvertreterrunde beim Pressefrühstück hineintrug. Der Einladung in die Landeshauptstadt war auch Garmisch-Partenkirchens Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) gefolgt.

In seinem dritten Jahr als Künstlerischer Leiter geht Liebreich weiter den Weg, Musik- und Naturerlebnisse miteinander zu verbinden, Strauss im Kontext zu sehen. Damit, aber auch mit der Wahl ungewöhnlicher Aufführungsorte – neu ist die Bühne am Fuße der Kandahar (bei schlechtem Wetter in der Talstation der Kreuzeckbahn). Dort wird die englische Band „The Erlkings“ Strauss und Schubert interpretierten, mit ihrer Musik vor allem die Jugend ansprechen. Der Innenhof des Klosters Ettal wird als bewährter Konzertort ebenso beibehalten wie die Zugspitze. Attraktive Festivalpässe, lukrative Rabattangebote für Unter-30-Jährige und Kooperationen wie mit dem Garmischer Zentrum bei der „Weißen Nacht“ sollen helfen, die Besucherzahlen zu steigern. „Dem Garmisch-Partenkirchner Gemeinderat als Hauptfinanzier des Festivals bin ich für sein klares Bekenntnis für Richard Strauss sehr dankbar“, sagte Liebreich. Das Festival 2020 sei in trockenen Tüchern, eine Planungssicherheit für die nächsten Jahre damit allerdings noch nicht gegeben.
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Liebreich, der Brückenbauer

„Humanitas.Mensch“ lautet das Motto des neuntägigen Richard-Strauss-Festivals. Weltklasse-Ensembles wie die Bamberger Symphoniker, die Akademie für Alte Musik Berlin, der Chor des Bayerischen Rundfunks, international bekannte Solisten wie Marlis Petersen, Steven Isserlis, Vingur Olafsson und Chen Reiss, die auch den diesjährigen Gesangsmeisterkurs hält, sind dafür verpflichtet. Im Künstlergespräch mit Konstantin Wecker wird es um die Frage der Verantwortung und Haltung eines ausübenden Künstlers, beim Symposium um Beethoven und Strauss gehen. „Strauss wäre ohne Beethoven nicht denkbar“, erklärte Liebreich. Im Beethoven-Jahr anlässlich des 250. Geburtstages des genialen Komponisten wird „Fidelio“ semi-szenisch im Festsaal Werdenfels aufgeführt. „Mit dieser Oper, einem Plädoyer für Menschlichkeit und Gerechtigkeit, wird das Thema ,Humanitas.Mensch‘ zum Festival-Finale noch einmal aufgegriffen“, betonte der Künstlerische Leiter.

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Er legt Wert darauf, dass die Programme konkret aufs Festival zugeschnitten sind und hebt weitere, auch kleinere Highlights hervor. Da sind die Musikwanderungen zur Burgruine Werdenfels und durch die Partnachklamm, das Cello-Rezital in Schloss Elmau mit der Aufführung der neueditierten Cello-Sonate von Richard Strauss und die weitere Zusammenarbeit mit der Bürgermeister-Schütte-Grund- und Mittelschule sowie der beiden Landkreis-Musikschulen beim Musik- und Tanzprojekt. „Herr Liebreich hat Brücken gebaut, dafür gesorgt, dass das Festival bei der Bevölkerung endlich ankommt“, sagte Meierhofer.

Bei Finanzierung zuversichtlich

Die Bürgermeisterin verhehlt vor den Medienvertretern aber auch nicht, dass im Werdenfelser Land nun einmal Sport und Volksmusik Schwerpunkte seien und es schwierig gewesen sei, das Strauss-Festival zu etablieren. Bleibt die Frage der Finanzierung, das Vermeiden von weiteren Defiziten. „Ich bin zuversichtlich, dass die Gründung einer gemeinnützigen GmbH der richtige Weg ist“, betonte die Rathauschefin. Sie ist sich sicher, mit Michael Gerber, dem Geschäftsführer der neuen Tourismus GmbH Garmisch-Partenkirchen, den richtigen Partner im Boot zu haben.

Inzwischen liegen die Plakate und Programmhefte druckfrisch vor, der Kartenvorverkauf für das Strauss-Festival 2020 hat ab sofort begonnen. 

Margot Schäfer

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