+
Alexander Liebreich, renommierter Dirigent, folgt beim Strauss-Festival auf Brigitte Fassbaender.

Richard-Strauss-Festival in Garmisch-Partenkirchen bis 2018 gesichert

Auftakt mit der „Alpensinfonie“

  • schließen

Alexander Liebreich wird ab 2018 neuer Intendant des Richard-Strauss-Festivals in Garmisch-Partenkirchen. Der renommierte Dirigent tritt damit die Nachfolge von Kammersängerin Brigitte Fassbaender an. 

Garmisch-Partenkirchen - Eine Ära geht zu Ende. In diesem Jahr verantwortet Brigitte Fassbaender zum letzten Mal das Richard-Strauss-Festival in Garmisch-Partenkirchen. Mit der „Alpensinfonie“, quasi Strauss’ Hymne an seine Wahlheimat, setzt sie den perfekten Schlusspunkt ihres neunjährigen Engagements. Zum Finale hat sie Alexander Liebreich mit dem Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks engagiert. Eine gelungene Überleitung auf das, was nach ihr kommt. Liebreich wird nämlich ab 2018 neuer Intendant des Festivals zu Ehren des großen Komponisten.

Der Gemeinderat hat sich am Mittwochabend mehrheitlich dafür ausgesprochen, mit ihm einen Vertrag für die kommenden drei Jahre zu schließen. Noch ist nichts unterzeichnet, weshalb Liebreich auch keine Details zu seinem Konzept verrät. „Ich freue mich aber, dass der Gemeinderat eine Entscheidung für das Festival getroffen hat“, betont der Regensburger. An der Garmisch-Partenkirchner Reihe reizt ihn, die „wunderbare Verwurzelung des bayerischen Dirigenten und Komponisten mit der Region“. Deshalb will er diese auch in sein Programm einbinden. Zudem sieht er Strauss als Musikerpersönlichkeit von Weltrang, Garmisch-Partenkirchen als sein Lebens- und Schaffenszentrum sowie das Festival als Marke mit Weltgeltung.

Sein Ansatz überzeugte die Kommunalpolitiker – zur Erleichterung von Bürgermeisterin Sigrid Meierhofer (SPD), die in den vergangenen Monaten immer wieder im Kultusministerium um Unterstützung geworben hatte. „Unser Ort allein kann das nicht stemmen“, wird sie nicht müde zu betonen. Um zu zeigen, wie lieb und teuer Strauss der Gemeinde ist, und um ein Signal in Richtung Staatsregierung zu senden, gibt die Kommune im kommenden Jahr 330 000 Euro aus. Das entspricht der Summe, die langfristig auch vom Freistaat fließen soll – aktuell gibt’s „nur“ 70 000 Euro. Wie viel es unter Liebreich werden, ist bislang nur mündlich ausgemacht. Im Raum stehen 150 000 Euro.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wüste Schlägereien in Garmischer Nachtlokal - Vier Polizisten verletzt
Sie versuchten, alkoholische Getränke aus dem Thekenbereich zu stehlen: Als die zwei Männer sich gegenüber der Polizei ausweisen sollten, eskalierte die Situation.
Wüste Schlägereien in Garmischer Nachtlokal - Vier Polizisten verletzt
Weil er den Wanderweg nicht gefunden hat: Tourist löst Totalsperre im Tunnel aus
Er ging zu Fuß von Oberammergau nach Garmisch-Partenkirchen und fand den Wanderweg nicht mehr. Also dachte sich der 27-Jährige, er geht einfach durch den Farchanter …
Weil er den Wanderweg nicht gefunden hat: Tourist löst Totalsperre im Tunnel aus
Aus für die Heimatabende in Wallgau
Es ist nicht lange her, da wurden Heimatabende im Oberen Isartal unzählige Male im Jahr dargeboten. Sie waren einer der wichtigsten Bestandteile zur Unterhaltung der …
Aus für die Heimatabende in Wallgau
LongLeif kauft Grundstück in Garmisch-Partenkirchen: Erstes Etappenziel für drei Projekte
Die LongLeif gGmbH hat ein Grundstück am Bahnhofsareal West von Investor Franz Hummel erworben. Dort sollen eine Schule für Pflegeberufe, ein Forschungszentrum für …
LongLeif kauft Grundstück in Garmisch-Partenkirchen: Erstes Etappenziel für drei Projekte

Kommentare