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Befürchtungen Streibls sind obsolet

Strauss-Festival erhält viel mehr Geld

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70.000 Euro – so viel ist zuletzt vom Freistaat fürs Richard-Strauss-Festival geflossen. Jetzt steht fest, wie hoch die Förderung in diesem Jahr ausfällt. Aus dem Kulturfonds Bayern gibt’s 180.000 Euro.

Garmisch-Partenkirchen – Florian Streibl hatte Schlimmstes befürchtet. Der Oberammergauer Landtagsabgeordnete sorgt sich seit Jahren um die finanzielle Förderung des renommierten Garmisch-Partenkirchner Richard-Strauss-Festivals, das heuer vom 22. Juni bis 1. Juli stattfindet. Er hatte stets dafür gekämpft, dass die Veranstaltung, mit der „der bedeutendste Komponist des Freistaats“, so Streibl, geehrt wird, in wirtschaftlicher Hinsicht besser ausgestattet wird. Zwar hatte der Freistaat die Fördersumme in den vergangenen Jahren von 25.000 auf zuletzt 70.000 Euro hochgeschraubt. Dem gegenüber stehen 330.000 Euro, die Garmisch-Partenkirchen schultert. Jetzt ist die Landesregierung endlich ihrer Verpflichtung gegenüber dem Festival nachgekommen. 180.000 Euro erhält Garmisch-Partenkirchen aus dem Kulturfonds Bayern.

Die frohe Botschaft kam von den CSU-Stimmkreisabgeordneten Martin Bachhuber und Harald Kühn am Mittwoch per Pressemitteilung – und löste bei Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) große Freude aus. „Jetzt geht’s mir gleich ein Stück besser“, sagt Meierhofer. Das ist wunderbar und entledigt mich mancher Sorgen. Das ist exakt die Summe, die wir beantragt haben.“ Kühn und Bachhuber machen Meierhofer Hoffnung, dass für 2018 noch mehr Geld fließen könnte. Sie erklären, dass sie sich um eine zusätzliche Förderung für 2018 bemühen und darüber mit Professor Dr. Marion Kiechle. neue Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst im Kabinett von Markus Söder, in Kontakt stehen.

Meierhofer will allerdings noch mehr. Ihr schwebt eine Einzelförderung für das Richard-Strauss-Festival vor, „weil wir eine nachhaltige Finanzierung benötigen“. Sie liegt damit auf einer Wellenlänge mit Streibl. „Über die Anschubfinanzierung freue ich mich sehr. Eine einmalige Förderung aus dem Kulturfonds ersetzt jedoch keine dauerhafte Erhöhung des Zuschusses. Für die langfristige Sicherung des Festivals muss die jährliche Förderung verdoppelt werden“, meint er.

Die Neukonzeption unter der künstlerischen Leitung von Alexander Liebreich, der heuer in seine erste Spielzeit startet, sieht eine erhebliche Ausweitung des Festivals in räumlicher und programmatischer Hinsicht vor. Nicht zu vergessen die finanzielle. Liebreich wünscht sie ein Budget von einer Million Euro. Davon bezahlt der Markt mit 330 000 Euro rund ein Drittel. Ein weiteres Drittel sollte nach Meierhofers Vorstellungen vom Freistaat kommen, der Rest durch Sponsoren abgedeckt werden. Sie würde sich wünschen, dass auch der „Landkreis mehr Verantwortung übernimmt“. Er zahle heuer einen kleinen Beitrag, weil zwei Konzerte in Ettal stattfinden.

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