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Eines der Highlights beim Rock’n-Fellas-Festival ist wie schon 2016 auch heuer wieder die Oldtimer-Show.

Heiße Öfen und spritzige Töne

Rock’n-Fellas-Festival geht in die fünfte Runde 

Das Rock’n-Fellas-Festival findet am Wochenende in Garmisch-Partenkirchen statt - in Kooperation mit Rock Antenne. Für die Besucher ist auch heuer einiges geboten: ein buntes Programm mit Band, Oldtimer-Shows und Tanz-Workshops. Die Veranstaltung steigen zu lassen, wird jedoch jedes Jahr schwieriger. 

Garmisch-Partenkirchen– Es wird jedes Jahr schwieriger. Die Auflagen strikter, die Vorschriften enger. Und doch hat es Marco Wanke wieder auf die Beine gestellt, dieses Jahr zum fünften Mal: das Rock’n-Fellas-Festival in Garmisch-Partenkirchen. Ab dem morgigen Freitag bis einschließlich Sonntag (15. bis 17. September) kommen die Fans der 1950er- und 1960er- Jahre im Kongresshaus, im Kurpark Garmisch und der angrenzenden Fußgängerzone wieder zusammen, um bei Live-Musik, Oldtimer-Shows und einem Boogie-Woogie-Tanzworkshop zu feiern und das Lebensgefühl des Rock’n’Roll zu zelebrieren.

„Jedes Jahr werden die Vorgaben der Behörden strenger“, merkt Veranstalter Marco Wanke an. Sicherheit hat seit langem einen hohen Stellenwert bei Großveranstaltungen. So auch beim Rockabilly-Event. „Das entsprechende Personal ist teuer“, sagt der 37-jährige Farchanter. Investoren sind in diesem Fall schwer zu finden, dazu ist das Werbepotential des Festivals noch zu gering. „Die Szene lebt von vielen kleinen Firmen, die sich beteiligen.“ Eben von den „Fellas“, den Gefährten oder Freunden, wie es das umgangssprachliche Wort aus dem Englischen im Titel des Fests andeutet.

Rock Antenne ist der neue Kooperationspartner

Umso mehr freut sich Wanke, dass er für 2017 Rock Antenne als Kooperationspartner gewinnen konnte. Neben den Mitarbeitern von GaPa-Tourismus, die sich auch in diesem Jahr um die Unterbringung von Ausstellern und Gästen kümmern, dem Veranstalter aber auch in generellen Angelegenheiten zur Seite stehen. Eine reibungslose Kooperation. „Wir arbeiten Hand in Hand.“

Der Radiosender beschert dem Event vor allem eines: eine Spitzen-Werbung. Auch über die Grenzen des Landkreises hinaus. Denn in der Region ist das Festival längst ein Begriff, seit es 2013 das erste Mal stattfand, damals noch eintägig im Kongresshaus. Root Bootleg, eine der fünf Live-Bands der Veranstaltung, sind im Sender zur Show „Heimatklänge“ zu Gast. Immer donnerstags stellt Rock Antenne eine Band aus der Heimat vor. Und diese Woche ist eben die musikalische Hauptattraktion von Rock’n Fellas an der Reihe. Klar, dass das gute Werbung ist. Obwohl Wanke die kaum noch braucht. Das Festival ist seit 2013 gut besucht, um die 5000 Fans der Szene erwartet der Farchanter auch dieses Jahr wieder.

Rock‘n Fellas zukünftig noch größer? Das will Marco Wanke nicht

Mit dem Event wollte er sich anfangs nur einen Traum erfüllen – das hat er bereits geschafft. Wird Rock’n Fellas in Zukunft noch größer? Das will der 37-Jährige nicht. „Es soll authentisch bleiben!“ Eine Massenveranstaltung wird das Rock’n’Roll-Fest in Garmisch-Partenkirchen also auch künftig nicht sein. „Dass in zwei oder drei Jahren die Garmischer Fußgängerzone gut besucht ist – mit Schaustellern und mit Gästen – damit wäre ich vollkommen zufrieden.“

Und damit die Veranstaltung weiterhin so original bleibt, steht auch dieses Jahr die traditionelle Oldtimer-Show am Samstagvormittag auf dem Programm. Neu ist heuer, dass neben historischen Autos auch Vespas zu bestaunen sind. Zudem hält der ortsansässige Künstler Stefan Ester 2017 wieder eine Überraschung für die Rocker bereit. Was genau, verrät Wanke natürlich nicht.

Über alle drei Festivaltage hinweg präsentieren die Aussteller den Besuchern ein breites Spektrum an Angeboten: von Customized Motorrädern bis hin zu selbst hergestelltem Schmuck oder Ledergürteln wird den Besuchern einiges geboten: alles natürlich mit dem typischen Rockabilly-Hauch.

In punkto Wetter denkt der Organisator ungern ans vergangene Jahr zurück: Da litt das Event unter der schlechten Witterung. Es hatte durchweg geregnet. „Das nehm’ ich Petrus immer noch übel!“ Und auch heuer stehen die Prognosen schlecht. Deshalb hat er die meisten der Programmpunkte jetzt schon kurzerhand ins Kongresshaus verlegt.

Martina Baumeister

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