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Ein Durcheinander herrscht bei den Radständern am Garmisch-Partenkirchner Bahnhof.

Verantwortliche kennen das Bild

Saustall am Garmisch-Partenkirchner Bahnhof: Rad-Parkplätze sorgen für Beschwerden

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Die Radfahrer hat der Markt Garmisch-Partenkirchen für sich entdeckt. Ihnen will er sich widmen, eine fahrradfreundliche Kommune will er werden. Doch ausgerechnet die Rad-Parkplätze am Bahnhof sorgen für Beschwerden.

Garmisch-Partenkirchen – Schön ist der Anblick nicht. Wahrlich auch nicht einladend. Das ist der Gemeinde bewusst. Ihr „missfällt der derzeitige Zustand dort“, sagt Rathaussprecher Martin Bader. Auf dem Platz vor dem Bahnhof in Garmisch-Partenkirchen, auf dem die Fahrradständer untergebracht sind, herrscht tatsächlich ein Saustall. Das stößt auch Pendler Anton Baudrexl sauer auf. Als „heruntergekommen“ bezeichnet er den Platz. „Doch anscheinend fällt das den Verantwortlichen bei Gemeinde und Bahn nicht auf.“ Tut es sehr wohl, versichern diese auf Nachfrage. Man sei in engem Austausch, betonen beide Seiten.

Generell hat die Bahn ihre Stationen nach eigener Aussage im Blick. In regelmäßigen Abständen schickt das Unternehmen Mitarbeiter in die Regionen, die die Bahnhöfe kontrollieren. Sie achten auf mögliche Schmierereien, Dinge, die es zu reparieren oder zu verbessern gilt. Auch den Fahrradständern widmen sie bei ihren Rundgängen Zeit. Vermeintliche „Schrotträder“ werden mit einer Banderole gekennzeichnet. Darauf die Information an den Besitzer: Kümmert er sich nicht um sein Gefährt, bleibt es in den folgenden Wochen unberührt stehen, wird es entsorgt. Verstreicht die Frist, werden in Absprache meist Mitarbeiter des Bauhofs aktiv.

Wann jedoch der Bahnhof samt Rad-Parkplatz in Garmisch-Partenkirchen zuletzt begutachtet wurde, weiß der Bahnsprecher nicht. Ebenso wenig, wann die ungenutzten Uralt-Gefährte verschwinden, die dort herumstehen und herumliegen. Ändern soll sich der Zustand auf jeden Fall. „Wir versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden“, sagt Bader. In einem anderen Bereich kümmerte sich die Bahn bereits um ein wenig Pflege: Unkraut und wuchernde Büsche haben Mitarbeiter entfernt. Je nach Witterung lässt das Unternehmen einem Sprecher zufolge „in absehbarer Zeit“ auch die Graffitis beseitigen.

Ein weiterer Grund für Beschwerden – und zum Teil wohl auch Ursache für das Durcheinander bei den Radständern – sind zu wenige Stellplätze. Auch dieses Thema steht auf der Agenda der Marktgemeinde. Im Radverkehrskonzept, das unter der Leitung von Dr. Stephan Thiel, Gemeinderat der Grünen und Referent für Mobilität und Umwelt, erarbeitet wurde, hat es seinen Platz. Im ganzen Ort sollen mehr Abstellmöglichkeiten entstehen. Speziell dem Bereich am Bahnhof widmet sich die geplante „Mobilitätsdrehscheibe“ (Entwicklung des Bahnhofsareals West). Bader zufolge sind auch für die Radfahrer verschieden Maßnahmen vorgesehen. Dazu gehören weitere Abstellflächen.

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