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Gewaltige Schlaglöcher zieren auch nach diesem Winter die St.-Martin-Straße.

Schon wieder Schäden an der St.-Martin-Straße

Jede Menge Schlaglöcher in Garmisch-Partenkirchen: Flüsterasphalt wird zum Problem

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Kostspieliger Versuch: Der Flüsterasphalt, der im November 2010 auf einem Teil der St.-Martin-Straße verarbeitet wurde, hat ausgedient. Große Löcher zeugen von den Frostschäden, die heuer noch einmal geflickt werden.

Garmisch-Partenkirchen – Gut acht Jahre ist’s her. Im November 2010 kurz vor der Ski-WM mussten die Anwohner an der St.-Martin-Straße rund drei Wochen mit einer Baustelle leben. Der Abschnitt zwischen Rießerkopf- und Rießerseestraße erhielt eine neue Decke – und zwar aus so genanntem Flüsterasphalt. Damit wurde nicht nur die Fahrbahn wieder in einen guten Zustand versetzt, sondern gleichzeitig auch die Lärmbelästigung gesunken. Sicher ein guter Plan, der allerdings nicht aufgegangen ist. Die Frostschäden in besagtem Bereich, die nach diesem schneereichen Winter wieder zu Tage treten, sind enorm. Riesige Löcher, von denen Hinweisschilder künden, zwingen die Autofahrer zum Slalomkurs.

„Der schlechte Zustand des Straßenbelags soll nun, sobald der erforderliche Heißasphalt in den Werken verfügbar ist, schnellstmöglich wieder verbessert und die Schlaglöcher sollen beseitigt werden.“, erklärt Rathaus-Sprecher Martin Bader. Die St.-Martin-Straße stehe in der Priorität an vorderster Stelle im gemeindlichen Bauhof, der für die Reparatur zuständig ist. Somit stehen noch einmal Flickarbeiten auf dem Programm, ehe dann 2020 das Radverkehrskonzept umgesetzt wird. In dessen Rahmen wird die Straßendecke der Verbindung vom Bahnhof in Richtung Grainau Bader zufolge großflächig erneuert.

Somit ist alles, was vor gut acht Jahren passiert ist, obsolet. Im November 2010 war „der alte Belag abgefräst und ein zu diesem Zeitpunkt öffentlich durch das Bayerisches Umweltministerium geförderter und zur Minderung von Lärmimmissionen unterstützender Flüsterasphalt eingebaut worden“, berichtet Bader. Die Gesamtkosten beliefen sich auf circa 150 000 Euro, wobei gut 87 Prozent des Betrags, den der Markt hätte schultern müssen, vom Freistaat übernommen wurden. Leider „mussten in den vergangenen Jahren regelmäßig großflächige Schäden nach dem Winter festgestellt und temporär behoben werden, obwohl der Belag 2010 mangelfrei eingebaut worden war“, sagt der Rathaus-Sprecher. Die ersten Ausbesserungen habe die beauftragte Firma noch im Zuge der Gewährleistung behoben, inzwischen laufen sie auf Kosten der Gemeinde.

Ein Dilemma ist sicher die kurze Lebensdauer des so genannten Flüsterasphalts. Experten zufolge beläuft sich diese auf weniger als zehn Jahre. Der Belag ist einfach nicht so belastungsfähig. Zum Vergleich: Eine Asphaltdecke nach herkömmlicher Bauart, also ohne dezibel-schluckende Wirkung, hält bis zu 20 Jahre.

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