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Stolz auf die neue Website www-seniorenbeirat-gapa.de: (v.l.) Professor Martin Kirn, Siegfried Appler, Erika Vogt-Kornmüller, Karl Otto Kindinger, Horst Demmelmayr, Ursel Kössel und Herbert Ortloff. 

Alten Menschen vor Ort helfen

Schließung von Bankfilialen: Seniorenbeirat sucht Beratungsmöglichkeiten

Bankenfilialen werden geschlossen. Besonders ältere Menschen leiden darunter. Ihnen will der Seniorenbeirat Garmisch-Partenkirchens helfen. Und er hat mögliche Lösungen gefunden. 

Garmisch-Partenkirchen – Die Schließungen der Sparkassen-Filialen in jüngster Zeit sind im Landkreis in aller Munde und betreffen vor allem die älteren Bewohner. Das ist auch dem Seniorenbeirat Garmisch-Partenkirchens klar. Deshalb haben die Mitglieder Gespräche mit den Kreissparkassen geführt. Besonders für die älteren Bürger des Ortsteils Burgrain, dessen Filiale ja schon vor längerer Zeit geschlossen wurde, setzt man sich ein.

„Wir brauchen eine Möglichkeit der Beratung vor Ort. Den alten Menschen müssen Fragen beantwortet und in Not geholfen werden, egal wie“, erklärte der Erste Vorsitzende Horst Demmelmayr auf der diesjährigen Sitzung des Beirats im Rathaus der Marktgemeinde. Gemeinsam sei man mit Farchants Bürgermeister Martin Wohlketzetter auf die Barrikaden gegangen. Nun habe man, eventuell zusammen mit der Sparkasse, die sich überaus kooperativ zeige, mögliche Lösungen gefunden. Zumindest gebe es einige konstruktive Vorschläge, wonach beispielsweise in Räumlichkeiten der Kirchengemeinden Informationsstunden eingerichtet werden könnten. „Wir ziehen alle an einem Strang, das ist ja schon mal sehr positiv“, meinte Demmelmayr abschließend zu diesem Thema.

Ebenfalls für die älteren Bewohner in Burgrain hat sich der Seniorenbeirat erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Rollen der gelben Säcke künftig in der Bäckerei von Josef Krätz an der Schloßwaldstraße abgeholt werden können. Bislang mussten die Burgrainer dafür den beschwerlichen Weg nach Garmisch-Partenkirchen ins Rathaus oder zu den Gemeindewerken auf sich nehmen – gerade für Gehbehinderte eine Zumutung.

Antrag: Kostenlosen Ortsbus für sozial Schwache verlängern

Ein weiteres Thema, das auf der Sitzung diskutiert wurde, betraf den kostenlosen Ortsbus für sozial Schwache in Garmisch-Partenkirchen, der von 80 Personen für monatlich bis zu 500 Einzelfahrten genutzt wird. Man war sich letztendlich einig, nach einem dreiviertel Jahr eine Verlängerung bei der Gemeinde zu beantragen, damit dieses Angebot mit finanzieller Unterstützung der Aschenbrenner Stiftung weiter Bestand hat.

Auch wenn rückblickend vieles für die älteren Menschen erreicht worden sei, ausruhen werde man sich nicht. „Vieles ist noch zu tun. Wir sind weiter für die Belange unserer Senioren da“, versprach Demmelmayr. So waren Delegierte seines Beirats vor Kurzem nach München gereist, um sich an der Technischen Universität die Pläne von Architekturstudenten für das Alte Finanzamt anzuschauen. Hier soll einmal ein Seniorenzentrum entstehen. Demnächst geht es gesammelt nach Kempten, dort will man sich an der Hochschule eine Musterwohnung für Senioren ansehen, nicht zuletzt als Anregung für den eigenen Fachmann, der sich um die Beratung in Sachen Wohnungsanpassung im Alter kümmert. 

Neue Homepage präsentiert

Dass der Beirat immer auf dem aktuellen Stand ist, zeigt nicht zuletzt die neue Website, zu erreichen unter www.seniorenbeirat-gapa.de. Immer mehr ältere Menschen sind online.

Beim Blick in die Zukunft war es vor allem das Kulturfestival Zamma im kommenden Jahr, das die Mitglieder des Seniorenbeirats beschäftigt und bei dem sie tatkräftig und mit vielen Ideen mitmischen möchten.

Gemeinsam mit der Caritas wollen sie auch eine Stelle schaffen, die sich um alte Menschen in Notsituationen kümmert. Ein entsprechender Antrag liegt dem Zweiten Bürgermeister Wolfgang Bauer bereits vor. „Da ist dringend Handlungsbedarf, wie zwei Fälle aus jüngster Vergangenheit zeigen“, erklärt Demmelmayr.

Barbara Falkenberg

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