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Nur leicht vom Schnee überzuckert: das Murnauer Moos. 

Skibetrieb auf der Zugspitze stand am Dienstag still

Schnee-Chaos in vielen Regionen: Deshalb bleibt der Landkreis halbwegs verschont

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Der Schnee hat viele Orte im Griff. Im Landkreis aber ist die Situation relativ entspannt. Ein Experte verrät, warum das so ist. 

Landkreis – Vielerorts ist durch die enormen Schneemassen das Chaos ausgebrochen. Im Landkreis Miesbach wurde der Katastrophenfall ausgerufen, der Schulbetrieb eingestellt. Ähnlich verhält es sich in Teilen des Allgäus. Die Lage im Landkreis Garmisch-Partenkirchen erweist sich dagegen als entspannt. Zwar fielen auch dort große Mengen des weißen Goldes, im Vergleich aber deutlich weniger.

Es scheint, als ob der Region eine Glocke übergestülpt worden ist. Mit ein paar Ausnahmen wie Mittenwald. Den Grund, dass sie vom großen Chaos relativ verschont wurde, weiß ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes. „Das Ammergebirge hat einiges abgefangen“, sagt der Experte. Dabei ist der höchste Berg, der Daniel mit 2340 Metern, kein Gigant. „Das reicht von der Höhe.“

Selbst der Skibetrieb kam größtenteils zum Erliegen. In Gebieten wie dem Brauneck, Spitzingsee und Sudelfeld. Seit Dienstagvormittag um 11 Uhr fuhr auch auf der Zugspitze kein Lift mehr, die Seilbahn auf Deutschlands höchsten Berg stand still. Allerdings nicht wegen der Scheemassen, sondern wegen des starken Winds. „Wir hatten am Gipfel Spitzen bis zu 100 Kilometern pro Stunde“, verdeutlicht Verena Lothes, Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn. Im Garmisch-Classic waren dafür 12 von 17 Pisten offen. Wie es weitergeht, kann sie noch nicht sagen. Wird Tag für Tag entschieden. Ebenso, welche Pisten gesperrt werden, welche nicht. Die Lawinenkommission kommt stets in den Morgenstunden zusammen, um zu sprengen. Der normale Ablauf, bevor überhaupt der Skibetrieb startet.  

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