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Kennen sich seit 15 Jahren: Polizeichef Thomas Kirchleitner (l.) hält viel von seinem neuen Stellvertreter Manfred Maier.

Die Chemie zwischen den PI-Chefs stimmt

Schongauer Polizei-Vize wechselt nach Garmisch-Partenkirchen 

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Die Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen hat seit dieser Woche einen neuen Vize-Leiter: Manfred Maier. Den Peißenberger motivierten vor allem die vielfältigen Aufgaben in der von Großveranstaltungen und Tourismus geprägten Region, sich auf die Stelle zu bewerben.

Garmisch-Partenkirchen – Er hat schon reingeschnuppert in das, was die Polizeiarbeit im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ausmacht. Sogar schon zweimal. 2011 bei den Alpinen Ski-Weltmeisterschaften mit dem Einsatzzug Weilheim und bei der PI Fahndung in die Vorbereitungen zum G7-Gipfel 2015 in Elmau. Bereits da erkannte Manfred Maier, wie spannend die Einsätze in und um Garmisch-Partenkirchen sein können. Auch das war für den 53-jährigen Hauptkommissar ein Grund, sich um den Posten als stellvertretender Leiter der hiesigen Polizeiinspektion (PI) zu bewerben. Mit Erfolg. Seit dieser Woche pendelt der dreifache Familienvater, der auch zwei Enkelkinder hat, ins Werdenfelser Land. Seine zweite Motivation, sich von Schongau zu verabschieden, wo er knapp drei Jahre ebenfalls als Vize fungierte, sind weitere Beförderungsmöglichkeiten. „Die Stelle hier ist schon einmal höher dotiert.“

Dass mit Maier ein alter Bekannter den Zuschlag bekommen hat, freut PI-Leiter Thomas Kirchleitner besonders. „Wir kennen uns seit einem gemeinsamen Einsatz vor 15 Jahren in Traunstein“, erinnert er sich. „Schon da hat die Chemie zwischen uns gleich gestimmt.“ Drei Monate nachdem Thomas Holzer vom Vize in Garmisch-Partenkirchen zum Leiter der PI Mittenwald aufgestiegen ist, hat er „einen sehr einsatzerfahren Kollegen“ an seiner Seite. Was ihn zudem überzeugt, sind Maiers soziale Kompetenz und „sein unglaublicher Erfahrungsschatz“. Allesamt Qualifikationen, „die wir hier sehr gut gebrauchen können“. Und die sein neuer Vertreter in den kommenden drei Wochen während seines Urlaubs gleich geballt unter Beweis stellen muss. „Das ist aber kein Problem, er hat ein sehr gutes Team.“ Mit der Chefrolle ist Maier zudem aus seiner Schongauer Zeit bestens vertraut. Fast zeitgleich mit seinem Start gingen im April 2015 der dortige Leiter und sein Stellvertreter in Pension.

In Garmisch-Partenkirchen erwartet den begeisterten Sportler, der als Fußballtrainer die D-Jugend in Peißenberg betreut, allerdings auch unbekanntes Terrain. Neben der Vielzahl an Großveranstaltungen, zu denen in diesem Jahr die Bayerische Landesausstellung „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ in Ettal dazukommt, sowie den Herausforderungen, die die Erstaufnahme-Einrichtung für Asylbewerber im Abrams-Komplex mit sich bringt, sind das vor allem die alpinen Einsätze. „Das ist absolutes Neuland für mich. Da muss ich noch reinwachsen.“ Dabei ist ihm bewusst, dass sich die Beamten in seinem neuen Wirkungskreis „mit Dingen beschäftigen, über die man sich woanders gar keine Gedanken macht“. Eine Einschätzung, die Kirchleitner teilt. „Insbesondere tödliche Unfälle am Berg bedeuten für die Kollegen auch mental eine enorme Belastung.“ Während die Kriminalitäts- und Verkehrsunfallzahlen seit acht Jahren kontinuierlich sinken, beobachtet der PI-Leiter in diesem Bereich das Gegenteil. Immer mehr Leute seien mittlerweile auf den Bergen unterwegs, folglich passiere erheblich mehr.

Der Tourismus, der im Landkreis Garmisch-Partenkirchen eine wesentlich größere Rolle spielt als im Raum Schongau, ist ebenfalls ein Thema, auf das sich Maier einstimmen muss. Erste Erfahrungen mit dem gewaltigen Verkehrsaufkommen an der Münchner Straße hat er bereits gemacht: „Mir war nicht klar“, sagt er und lacht, „dass es teilweise fünf Minuten dauern kann, um überhaupt aus der Dienststellen-Einfahrt zu kommen.“

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