Das Porträtbild eines Mannes. Er lächelt.
+
Tobias Schürmer verlässt das Werdenfels-Gymnasium.

Direktor des Werdenfels-Gymnasiums folgt auf Josef Holzmann

Tobias Schürmer wechselt ans Gymnasium nach Murnau

  • Roland Lory
    vonRoland Lory
    schließen

Gut fünf Jahre war Tobias Schürmer am Werdenfels-Gymnasium. Im Februar verabschiedet sich der Direktor. Er wechselt an Gymnasium nach Murnau. Direktor Josef Holzmann geht dort in den Ruhestand.

Murnau/Garmisch-Partenkirchen – Tobias Schürmer hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Der Pädagoge (49) fühlt sich am Werdenfels-Gymnasium in Garmisch-Partenkirchen „überaus wohl“, schreibt er in einer E-Mail ans Tagblatt. Schürmer beobachtet „mit Freude, wie in den letzten Jahren angestoßene Schulentwicklungsprozesse Früchte tragen“. Er schätzt das Engagement der Lehrkräfte in sehr hohem Maße, ebenso die fruchtbare, konstruktive und entspannte Zusammenarbeit mit diesen. Schürmer freut sich „über das über die Jahre gewachsene Vertrauen zum Kollegium ebenso wie zur Schülerschaft und nicht zuletzt zur Elternschaft/der Elternvertretung, das so Vieles einfach(er) macht“.

Tobias Schürmer: Beruf und Familie lassen sich so besser vereinbaren

Nach gut fünf Jahren als Direktor des Werdenfels-Gymnasiums nimmt Schürmer im Februar Abschied. Er wechselt nach Murnau ans Staffelsee-Gymnasium, wo Direktor Josef Holzmann in den Ruhestand geht. Schürmer ist es ein Bedürfnis klarzustellen, dass hinsichtlich der Bewerbung für Murnau keine dienstlichen beziehungsweise schulischen Gründe von Belang waren, sondern rein private. „Nämlich insbesondere die Hoffnung, für mich und meine Frau die Vereinbarkeit von Beruf und Familie etwas zu verbessern.“

Josef Holzmann, Direktor am Staffelsee-Gymnasium in Murnau, geht in den Ruhestand.

Schürmers leben in Murnau. „Da ich als ,später Vater‘ noch drei verhältnismäßig kleine Kinder (2, 6 und 8 Jahre) und eine Frau habe, der ihr Beruf ebenso Berufung ist wie mir der meine, spielt die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für mich/uns eine bedeutsame Rolle.“ Freilich: Auch Schürmer könnte sich einen besseren Zeitpunkt für einen Schulleiterwechsel vorstellen. Der Wechsel kommt für seinen Geschmack nach fünfeinhalb Jahren etwas zu früh. Doch: „Wahrscheinlich gibt es für einen solchen Schritt auch nie den wirklich richtigen Zeitpunkt.“ Schürmer unterrichtete früher schon einmal Sport und Deutsch am Staffelsee-Gymnasium. 2015 war er in Garmisch-Partenkirchen auf Reinhard Bothschafter gefolgt, der in Pension ging.

Nachfolge am Werdenfels-Gymnasium noch nicht geklärt

Wer Schürmer am Werdenfels-Gymnasium ersetzt, ist bis dato unklar. Laut Maria Scherr, Sprecherin des Bayerischen Kultusministeriums, ist die Ausschreibung erst „diese Woche rausgegangen“. Innerhalb von zwei Wochen können Interessenten ihren Hut in den Ring werfen. Dann folgt eine Einspruchsfrist. Ob vor Weihnachten noch jemand präsentiert werden kann, ist offen.

Josef Holzmann (65) war in Murnau 2015 auf Gerhard Haberl gefolgt. Die fünfeinhalb Jahre waren nach seinen Worten „eine schöne, anstrengende, aber bereichernde Zeit“ zum Ende seiner Lehrerkarriere. Er verabschiedet sich nach 40 Jahren im Schuldienst „mit zwei lachenden Augen“ in den Ruhestand. Die Murnauer Schule sei ein „tolles Gymnasium mit sehr engagierten Schülern und einem sehr engagierten Kollegium“. Holzmann trägt noch bis Februar Verantwortung für knapp 900 Schüler und mehr als 100 Lehrkräfte.

Der Pädagoge, zweifacher Familienvater mit drei Enkelkindern, ist sich sicher, dass ihm im Ruhestand nicht langweilig werden wird. Er will Zeit mit der Familie verbringen, sich aufs Rad schwingen und in den Bergen wandern. 2022 möchte er für einen Monat nach Japan fahren und dort trainieren. Holzmann ist Karate-Großmeister. Zudem amtiert der Weilheimer als Präsident von Idokan Europa, ein international arbeitender Kampfkunst-Verband.

Auch interessant

Kommentare