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Schulbeginn

Weniger Süßigkeiten, dafür mehr kleine Geschenke? 

Diskussion zum Schulanfang: Was kommt in die (Schul)-Tüte?

Es gibt sie mit Pferden, Schmetterlingen oder Superhelden. Die Rede ist von Schultüten. Am ersten Schultag haben die meisten Erstklässler eine dabei. Die Frage, die Eltern sich im Vorfeld stellen mussten ist: Was kommt hinein? 

Landkreis – Es gibt sie schon seit dem 19. Jahrhundert. Und auch in der Gegenwart stellen sich  Eltern die Frage, womit sie sie befüllen sollen. Die Rede ist von der Schultüte. Auch Mamas und Papas im Landkreis, deren Sprösslinge heute die erste Klasse besuchen, mussten sich im Vorfeld mit diesem Thema auseinandersetzen. Zu viele Süßigkeiten sollten es nicht sein. Darin sind sich wohl die meisten Erwachsenen einig. Georgine Abmayr (60), Ernährungsberaterin der AOK Garmisch-Partenkirchen empfiehlt gesunde Alternativen wie Nüsse. Diese enthalten eine Menge an Spurenelementen. Zudem finden sich darin Mineralstoffe, die Knochen und Zähne stärken, ungesättigte Fettsäuren und Vitamin E. Das ist gut für die Nerven und fördert die Reaktionsfähigkeit. „Verbotene Snacks sind natürlich auch erlaubt“, sagt Abmayr.

 Die jüngste Tochter von Stefanie Hays aus Garmisch-Partenkirchen wird heuer auch Schokolade in ihrer Schultüte finden. „Wo bleibt denn sonst der Spaß“, sagt die Mama und lacht. Ansonsten erwarten ihre Kleine ein Buch, ein Glücksbringer sowie ein Taschenmesser. Ihrer Ansicht nach sind am Ende viele kleine Sachen besser als ein großes Geschenk. „Die Kinder haben schließlich beim Auspacken den meisten Spaß.“

Bei Inken Schneider, die ebenfalls aus Garmisch-Partenkirchen stammt, geht es weniger um den Inhalt der Schultüte, sondern vielmehr darum, diese zu basteln. „Dabei haben die Kinder super viel Spaß.“ Natürlich kommt später aber auch etwas hinein. Und zwar ein Fahrradschloss oder ein Glücksbringer. Selbstverständlich dürfen auch bei den Schneiders die Süßigkeiten nicht fehlen.

An die Schultüte der Tochter erinnert sich Sabine Mathes (43) aus Garmisch-Partenkirchen genau. Sie hatte ein Eulenmotiv und sie war gefüllt mit Mäusespeck, einer Haarbürste, Socken und weiteren Kleinigkeiten. „Man muss schauen, dass die Schultüte nicht zu schwer wird“, rät Mathes. Dora Carli (19) aus Garmisch-Partenkirchen hat ebenfalls sehr positive Erinnerungen an ihren ersten Tag im Klassenzimmer, der immerhin schon einige Jahre zurückliegt. „Ich hab einen Radiergummi bekommen, der aussah wie Schokolade und auch so roch“, erzählt sie. Nachdem sie reingebissen hatte, stellte sie jedoch fest, dass es gar keine war.

Auch im Internet diskutieren Eltern über die Geschenke für Erstklässler. Einig sind sich die meisten User darin, dass sie nicht zu viel Schokolade, Lutscher und Co. bekommen sollten. Schlau sei es, zuerst ein T-Shirt oder Hausschuhe einzupacken, die den Platz füllen. Und darauf beispielsweise Müsliriegel statt Schokolade zu platzieren. Wie bei vielen Dingen im Leben gilt wohl auch in puncto Schultüte: Die richtige Mischung macht’s.  cw

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