Engagierte Diskussion: (v. l.) Andreas Hainz, Claudia Krüger-Werner, Martin Bachhuber, Christa Maier und Joachim Unterländer. foto: kaiser

Selbstständiges Leben im Alter

Garmisch-Partenkirchen - Wie können ältere Menschen möglichst lamge selbstbestimmt und so angenehm wie möglich leben und wohnen? Antworten vom CSU-Landtagsabgeordneten Joachim Unterländer....

Die „Generation 50 Plus“ und die Vorsorge für ein selbstbestimmtes Leben im Alter - ein Thema, mit dem sich der Kreisverband der Frauen-Union Garmisch-Partenkirchen befasst hat.

Bei einem Diskussionsabend suchten die Landtagsabgeordneten Martin Bachhuber und Joachim Unterländer nach Antworten. Und die sind dringend nötig, wie Bachhuber erklärte:Der Bevölkerungsanteil der über 65-Jährigen in Deutschland beträgt derzeit 16,7 Millionen Menschen, in nur 18 Jahren aber bereits 22,3 Millionen. Die Aufgabe sei deshalb zu schauen, „wie man es schaffen kann, dass möglichst viele Leute in jenem Umfeld alt werden können, in dem sie sich jahrzehntelang wohl gefühlt haben“.

Architekt Andreas Hainz aus München regte an, bereits im jüngeren Alter an später zu denken. Wer etwa vor habe, sein Bad zu renovieren, solle es bereits möglichst früh barrierefrei umgestalten. Dafür gebe es auch erhebliche staatliche Zuschüsse. Bei den Landkreisen und Gemeinden könne man sich diesbezüglich ausführlich beraten lassen.

Unterländer gab einen umfassenden Überblick zu den immer vielfältiger werdenden Betreuungs-Möglichkeiten für ältere Menschen. Neben einem Leben im Heim ist dies, eine selbst organisierte ambulante oder stationäre Wohngemeinschaften zu bilden. Dabei sei allerdings zu bedenken, dass die Kosten für Miete und Haushalt aus dem Einkommen der jeweiligen Bewohner selbst finanziert werden müssen.

Problematisch sei es bei solch’ selbstbestimmten Projekten allerdings oft, die verschiedenen Kostenträger wie Krankenkassen, Pflege- und Rentenversicherung unter einen Hut zu bringen. Die CSU-Staatsregierung sehe sich jedenfalls in der Verantwortung, für die ambulante und stationäre Pflege gute Rahmenbedingungen zu schaffen. „Wir wollen dazu beitragen, dass bedarfsgerechte Angebote und Strukturen vorgehalten werden, die dem Willen der Betroffenen entsprechen.“ Dabei gehe es auch darum, bei der Seniorenbetreuung nicht alles von staatlicher Seite aus vorzugeben, sondern auch private Initiativen zu fördern.

In der anschließenden Diskussion wurde auch die Forderung eines der wenigen männlichen Zuhörer laut, Sozialberufe leistungsgerechter zu bezahlen: „Nach einigen Jahren Berufspraxis verdient eine Altenpflegerin lediglich 1300 Euro netto“, sagte dieser. „Wir sollten unsere Bürger in der Heimat pflegen.“

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