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Er ist in Garmisch-Partenkirchen daheim: Christian Ruf, 52 Jahre alt, dreifacher Vater.

UNSERE NEUE SERIE: MEIN DORF

Dieser Garmisch-Partenkirchener hat „Heimweh nach den Bergen“

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Garmisch-Partenkirchen - Im zweiten Teil unserer Serie "Mein Dorf" begegnen wir Christian Ruf aus Garmisch-Partenkirchen. Er verrät, warum sein Heimatort so liebenswert ist.

Zweiter Teil unserer neuen Serie: Mein Dorf. Jede Woche beantwortet ein Oberbayer Fragen rund um seine Heimat. Christian Ruf, 52, lebt seit seiner Geburt in Garmisch-Partenkirchen. Er ist verheiratet, von Beruf Angestellter bei GaPa-Tourismus und seit 2011 Vorsitzender des Volkstrachtenvereins Garmisch. Er hat drei Kinder.

Münchner Merkur: Was ist das Schönste an Garmisch-Partenkirchen?

Ruf: Puh, da gibt’s viel. Es ist die Mischung aus Natur, dem bewussten Erleben der Jahreszeiten und Freizeitaktivitäten sowie die gelebte Kultur und Tradition. All das macht den Ort aus.

Münchner Merkur: Was ist in Garmisch-Partenkirchen der wichtigste Tag im Jahr?

Ruf: Ein Tag? Das ist der erste Bierzelt-Samstag im Juli. Aber eigentlich ist die ganze Woche wichtig, also die jährliche Garmischer Festwoche, die unser Trachtenverein organisiert. Das ist unser Glanzpunkt im Jahr, weil wir lange darauf hinarbeiten.

Münchner Merkur: Was fehlt Ihrer Meinung nach im Ort?

Ruf: Auf jeden Fall brauchen wir den Kramer- und den Wanktunnel als Entlastung für unsere beiden Ortskerne. Das ist dringend notwendig. Ansonsten wäre eine eigene Garmisch-Partenkirchner Brauerei mit entsprechender Gastronomie für Jedermann nicht blöd.

Münchner Merkur: Was kostet denn eine Halbe Bier und ein Schweinsbraten beim Wirt?

Ruf: Hm. Bier kostet so zwischen 2,80 und 3,70 Euro. Der Schweinsbraten zwischen acht und zwölf. Aber mir schmeckt’s eh daheim am Besten.

Münchner Merkur: Wie ist es bei Zuagroasten: Was ist wichtig, wenn man in den Ort zieht, was muss man können?

Ruf: Ganz klar: Zum Beispiel am Stammtisch erst zuhören, bevor man redet. Und man sollte den Einheimischen ernst nehmen und vor allem einsehen, dass die Kirchenglocken älter sind als die Eigentumswohnungen.

Münchner Merkur: Und was zeichnet einen Original-Garmisch-Partenkirchner aus? Wie tickt er?

Ruf: (lacht) Er geht gern auf die Kreuzalm. Der Garmischer zum Baden in den Pflegersee, die Partenkirchner ins Kainzenbad. Jeder hat mindestens einen einheimischen Lieblingsverein und weiß, wo es die beste Leberkassemmel gibt. Und vor allem haben wir Garmisch-Partenkirchner ausgeprägtes Heimweh nach unseren Bergen.

Münchner Merkur: Was ist Ihr Lieblingsplatzerl – wo muss jeder mal gewesen sein in Garmisch-Partenkirchen?

Ruf: Ich würd sagen am Grasberg. Dort hat man einfach die schönste Aussicht. Und ganz nebenbei kann man auch einkehren.

Interview: Manuela Schauer

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