Silvesterkracher und Weihnachtsdeko: Verhaltensregeln der Feuerwehr 

Blindgänger sind tabu, Böller im Haus ebenso

Landkreis - Bei aller Vorfreude auf das Silvester-Feuerwerk: Es ist Vorsicht geboten. Zu oft muss die Feuerwehr ausrücken wegen Bränden, die sich vermeiden ließen. Deshalb gibt sie Verhaltensregeln zum richtigen Umgang mit Krachern und Weihnachtsdeko. 

Regelmäßig in den Monaten Dezember und Januar steigt die Zahl der Gebäude- und Wohnungsbrände signifikant an. Um dies zu vermeiden, weisen die Feuerwehren im Landkreis Garmisch-Partenkirchen und die Kreisbrandinspektion auf den richtigen Umgang mit Weihnachtsdekoration, Christbäumen und dem Silvesterfeuerwerk hin.

Trockene Witterung verlangt besondere Vorsicht

Grundsätzlich werden Raketen und Böller nur im Freien verwendet – auch dort mit Einschränkungen: Nach dem Waldgesetz sind das Abbrennen von Feuerwerkskörpern und offenes Feuer im Abstand von unter 100 Metern zu Waldflächen verboten. Dieser Tage ist wegen der trockenen Witterung innerorts und im Außenbereich besondere Vorsicht geboten. Genau sollten die Nutzer die Gebrauchsanweisungen der Raketen beachten. Dabei betont die Kreisbrandinspektion in ihrer Pressemitteilung: „Feuerwerkskörper sind Sprengstoff. Sie gehören nicht in Kinderhände.“ Genauso wenig darf damit auf Personen oder Häuser gezielt werden. Mit Vorsicht sind Blindgänger zu genießen: Die Feuerwehr warnt davor, sie zu berühren oder erneut zu zünden. Zudem rät sie, Fenster und Türen in der Silvesternacht zu schließen.

Christbäume und Adventsgestecke rechtzeitig entsorgen

Auch die meisten Adventskränze und Christbäume dürften noch nicht ausgemistet sein, Kerzen verbreiten weiterhin besinnliche Stimmung in den Häusern. Auch dafür hat die Feuerwehr wichtige Verhaltensregeln zusammengestellt. 

So sollten Kerzen immer auf einer standfesten, nicht brennbaren Unterlage stehen. Adventsgestecke gehören ebenfalls auf eine feuerfeste Unterlage. Generell gilt: Trockene Christbäume und Adventsgestecke müssen rechtzeitig entsorgt werden – brennende Kerzen haben darauf nichts verloren. „Diese könnten sonst explosionsartig abbrennen“, warnt die Kreisbrandinspektion. Auch in der Nähe brennbarer Gegenstände oder an Orten mit Zugluft dürfen Kerzen nicht angezündet werden. Natürlich dürfen sie nie unbeaufsichtigt bleiben und werden ausgeblasen, sobald man den Raum verlässt. 

„Verzichten Sie unter allen Umständen auf sogenannte Sternwerfer in der Wohnung“, betont die Feuerwehr. Diese entwickeln Temperaturen von über 1000 Grad Celsius. Ratsam sei es zudem, für den Notfall einen Eimer Wasser zum Löschen bereitzustellen. Auch die korrekte Elektro-Installationen der Weihnachtsbeleuchtung innen und außen ist wichtig. So lassen sich Brände vermeiden. 

Rubriklistenbild: © dpa

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