Perfekte Verhältnisse herrschen im Classic-Gebiet zu finden.

Am Freitag startet der Ski-Betrieb im Garmischer Classic-Gebiet

Auch für Föhn gewappnet

Die Saison im Skigebiet Classic in Garmisch-Partenkirchen beginnt am Freitag, 15. Dezember. Betriebsleiter Karl Dirnhofer und sein Team beschneien auf Hochtouren.

Garmisch-Partenkirchen – Die Saison im Skigebiet Garmisch-Classic beginnt am Freitag. Lifte und Pisten zwischen Längenfelderbahn und Hausberg stehen Wintersportlern zur Verfügung. Betriebsleiter Karl Dirnhofer blickt zuversichtlich auf die kommenden Monate. Er und  seine Mitarbeiter sind sogar auf Föhn vorbereitet.

Herr Dirnhofer, wie ist die Lage auf den Pisten?

Karl Dirnhofer: Aktuell schaut es gut aus. Wir haben alle Talabfahrten beschneit. Die Dreh (Anmerkung der Redaktion: Kochelbergabfahrt), die Olympia- und die Kandaharabfahrt (5a) gehen jetzt in Betrieb. Bei der Hornabfahrt brauchen wir noch circa zwei Nächte, sie sollte nächste Woche fertig sein. Dann haben wir zum Saisonstart vier geöffnete Talabfahrten.

Dafür mussten Ihre Männer hart arbeiten. Dabei hatten wir doch eigentlich einen richtigen Wintereinbruch.

Dirnhofer: Das reicht nicht zum Skifahren. Wir haben Ende November mit dem Beschneien begonnen. Anfangs war es zäh, weil der Boden zu warm war. Seit Anfang Dezember sind die Temperaturen so günstig, dass es richtig gut geht.

Könnten Sie nicht auch wetterunabhängig die Schneekanonen starten?

Dirnhofer: (lacht) Nein, Kälte ist definitiv die Grundvoraussetzung zum Beschneien. Wobei Kälte nicht gleich Kälte ist. Die Beschneier arbeiten auf der ganzen Welt mit der sogenannten Feuchtkugeltemperatur. Man berechnet die Lufttemperatur mit der Luftfeuchtigkeit. Die spielt neben der Kälte eine große Rolle. In Südtirol liegt sie etwa bei 30 Prozent. Deshalb ist der Schnee dort so schön griffig. Davon kann ich nur träumen. Bei uns sind es 85 oder 90 Prozent.

Wie bereiten Sie sich auf die Saison vor? Gehen Sie vorab zum Meteorolgen?

Dirnhofer: Wir schauen uns die Langzeitprognosen natürlich an. Wir müssen ja abschätzen, wann es Sinn macht, das Skigebiet zu eröffnen. Heuer waren für Ende November kalte Temperaturen angezeigt, dafür sollte es um den 10. Dezember herum wärmer werden. Zum Glück war es gar nicht so schlimm. Wenn ich heute die Prognosen anschaue, hat es an Weihnachten Plusgrade. Da stellt sich die Frage: Was mach’ ich jetzt?

Wie meinen Sie das?

Dirnhofer: Entweder eröffne ich das Skigebiet so schnell es geht, oder ich entscheide mich dafür, so gut es geht weiter zu beschneien, um das Weihnachtsgeschäft zu sichern. Nach dem Motto: Den Schnee, den wir haben, haben wir sicher. Wenn ich keine Grundlage habe und es kommt plötzlich Föhn, kann es sein, dass von einem Tag auf den anderen kein Skibetrieb mehr möglich ist.

Sie haben sich für die zweite Option entschieden. Wie blicken Sie aufs Weihnachtsgeschäft?

Dirnhofer: Ja, wir sind zuversichtlich. In den vergangenen Wintern war es häufig so, dass wir dagestanden sind und uns gefragt haben, was wir überhaupt aufmachen können. Dieses Jahr hat zwischen Hausberg und Kreuzeck alles geöffnet. Das ist super.

Was ist heuer Neues geboten?

Dirnhofer: Was die Pisten und Lifte betrifft, ist eigentlich alles so wie in den vergangenen Jahren. Dafür wurde die Talstation der Alpspitzbahn komplett neu gestaltet. Für die Kunden ist es dort jetzt viel komfortabler.

Wann können die Kunden denn die neue Talstation der Alpspitzbahn besichtigen?

Am 23. Dezember ist es voraussichtlich soweit, zeitgleich zur Eröffnung des Alpspitzgebiets und der Hochalmbahn. Beim Park am Hexenkessel hoffen wir, dass wir auch da bis Weihnachten fertig sind.

Magdalena Kratzer

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