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Ein Kracher: Bei der Ski-WM 2011 präsentierte sich Garmisch-Partenkirchen als Bilderbuch-Kulisse.

Bürgermeisterin stellt Bedingungen

Vor Ski-WM-Bewerbung: Bürger sollen abstimmen

  • Peter Reinbold
    VonPeter Reinbold
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  • Matthias Holzapfel
    Matthias Holzapfel
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Garmisch-Partenkirchen - Die Bürger von Garmisch-Partenkirchen sollen früh entscheiden, ob sich der Ort nach den Titelkämpfen 2011 für die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2021 bewirbt. Dafür setzt sich die Bürgermeisterin ein - und zieht die Lehren aus dem Streit um Olympia 2018 und 2022.

Beim Deutschen Skiverband (DSV) leckt man die Wunden, geschlagen von der Niederlage, die er mit dem vierten Scheitern von Oberstdorf im Kampf um eine Nordische Ski-Weltmeisterschaft erlitten hat. Und ein bisschen befindet sich der DSV auch in einer Art Schockstarre. Eine Präsidiumssitzung, die Insidern zufolge am vergangenen Dienstag in der Zentrale im Haus des Ski in Planegg anberaumt war, fand nicht statt. „Wir müssen erst einmal mit den Oberstdorfer Vertretern sprechen, ob sie erneut antreten wollen oder nicht“, sagt Walter Vogel, Geschäftsführer der DSV-Marketing GmbH.

Fischer (61), Sportfunktionär und Garmisch-Partenkirchner aus Leidenschaft, hält eine zeitnahe Bewerbung für unabdingbar – schon aus Kostengründen. Jetzt müsste man die Strecken „nur modifizieren und nicht mehr groß investieren“. Und er plädiert dafür, 2016 den Hut in den Ring zu werfen, denn die Chancen, bereits bei der ersten Bewerbung erfolgreich zu sein, sind gering – wie schon einmal 2004 in Miami leidvoll erfahren.

Eine Bewerbung 2018 für 2023 besäße reelle Chancen. Allerdings müsste Garmisch-Partenkirchen dann zweimal das Portemonnaie öffnen. Für die Erstbewerbung fordert die FIS 400.000 Schweizer Franken, die zweite kommt ein Drittel billiger. 2006 waren die Kosten zwischen DSV, SC Garmisch und Kommune aufgeteilt worden, 2004 hatte der Skiclub den Löwenanteil bezahlt. Fischer könnte sich vorstellen, noch einmal den Kopf der Bewerbung zu geben. Er stellt allerdings Bedingungen: Alle müssen hinter der Kandidatur stehen und mit Herzblut bei der Sache sein. „Nur so macht’s Sinn.“

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