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Millionenprojekt Mutter-Kind-Haus: SkF-Geschäftsführer German Kögl sieht dringenden Bedarf.

Spendenaktion: Zufluchtsort in größter Not

Tagblatt-Weihnachtsaktion: Sozialdienst katholischer Frauen braucht dringend neues Mutter-Kind-Haus

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Das Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatt unterstützt in diesem Jahr den Sozialdienst katholischer Frauen. Bei einem wichtigen Projekt: Er braucht dringend ein neues Mutter-Kind-Haus - und Spenden.

Garmisch-Partenkirchen – Es ist die letzte Chance, die Mütter bekommen. Als letzte Möglichkeit, bevor ein Kindesentzug droht und die Kinder in einer Pflegefamilie untergebracht werden müssen, bieten die Jugendämter zusammen mit dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) die Unterbringung in der Mutter-Kind-Einrichtung „St. Monika“ an. Ein Mutter-Kind-Haus ist eine Zuflucht in größter Not. Ein beschütztes Refugium für erkrankte oder erschöpfte Frauen, die mit ihrem Baby überfordert sind. Die Einrichtung ist eine der intensivsten Betreuungsformen im Rahmen der Jugendhilfe. Im südlichen Oberbayern gibt es lediglich jenes in Garmisch-Partenkirchen.

Die Zufluchtsorte für Mütter in Garmisch-Partenkirchen sind veraltet

Vier Mütter leben dort immer für eine bestimmte Zeit in vier Appartements. Diese sind veraltet. „Das Gebäude aus den 1960er Jahren ist nicht in bester Bauweise errichtet worden“, sagt German Kögl, Geschäftsführer des SkF in Garmisch-Partenkirchen. Er und seine engagierten Mitarbeiterinnen betreuen die Einrichtung: „Es herrscht dringender Renovierungsbedarf.“ Und nicht nur das. Weil die Nachfrage nach Betreuungsplätzen im südlichen Oberbayern so enorm gestiegen ist, werden jetzt unbedingt auch neue Räumlichkeiten benötigt. Allerdings werden der Neubau und die Renovierung des Bestandsgebäudes mit rund drei Millionen Euro zu Buche schlagen. Diese Summe kann der SkF unmöglich selbst stemmen. Deshalb unterstützt das Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatt mit seiner diesjährigen Weihnachtsaktion dieses dringend benötigte, aber millionenschwere Vorhaben.

Sozialpädagoginnen betreuen Mütter mit Babys und Kindern bis drei Jahre 

Auch nach dem Neubau wird die Einrichtung den Namen „St. Monika“ tragen. Benannt nach der Heiligen Monika von Tagaste. Sie wird in der römisch-katholischen Kirche als Schirmherrin aller Frauen und Mütter verehrt. Zudem soll sie die Seelen von Kindern retten. Eine bessere Bezeichnung kann das Haus also nicht finden. Denn im Mutter-Kind-Haus betreuen Sozialpädagoginnen Mütter mit einem Säugling oder Kleinkind mit bis zu drei Jahren rund um die Uhr. „Das ist aber keine Vollverpflegung“, betont Kögl. Die Mütter lernen, ihr Kind selbst zu erziehen und zu verpflegen. Oft fehlt alltägliches Basiswissen. Die Mütter kommen meist aus bildungsfernen Schichten oder stammen aus einschlägigen Milieus. Oft sind oder waren Drogen im Spiel.

Zu wenig Platz für die Mütter und Kinder in Not

Die Warteliste ist lang. Der Platz zu wenig. So entstand 2015 die Idee eines weiteren Hauses. Neben der kompletten Renovierung des Altbaus soll dort im Keller eine neue Lehrküche mit großem Gemeinschaftsraum entstehen. Das neue Gebäude wird zusätzlich acht Wohneinheiten beinhalten. Ein Gang wird den Neu- mit dem Altbau verbinden. Der Neubau soll einen Raum für die Nachtbereitschaft, zwei Büroräume, ebenfalls einen größeren Gemeinschaftsraum sowie im Keller Wirtschafts-, Lager- und Technikräume beherbergen. An den geplanten Gesamtkosten in Höhe von drei Millionen Euro beteiligen sich Sternstunden e.V. und die Erzdiözese München und Freising mit jeweils einer Million Euro. Die noch fehlende Million muss aber der Sozialdienst katholischer Frauen Garmisch-Partenkirchen alleine aus Eigenmittel aufbringen. Deshalb ist der SkF dringend auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen.

Lesen Sie auch: Tagblatt-Weihnachtsaktion: Über 70.000 Euro gehen an arme Kinder im Landkreis

Wer helfen möchte,

damit der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in die Lage versetzt wird, ein neues Mutter-Kind-Haus zu errichten und das bestehende zu renovieren, der kann seine Spende – unter dem Stichwort Weihnachtsaktion 2019 – auf eines der Konten der landkreisweit aktiven Bürgerstiftung Mehrwert überweisen. Die Stiftung unterstützt das Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatt wieder bei seiner Spendenaktion: IBAN DE64 7039 0000 0200 078190 bei der VR-Bank Werdenfels (BIC: GENODEF1GAP) oder IBAN DE24 7035 0000 0011 1451 41 bei der Kreissparkasse Garmisch- Partenkirchen (BIC: BYLADEM1GAP). Alle Spenden sind zweckgebunden für unsere Aktion. Der Durchschlag des Überweisungsträgers wird bis zu 200 Euro vom Finanzamt als Zuwendungsbestätigung anerkannt. Für Spenden über 200 Euro stellt die Bürgerstiftung Mehrwert eine Spendenquittung aus. Geben Sie dazu unbedingt Ihre vollständige Adresse bei Ihrer Überweisung an. Die Spender sollen in unserer Zeitung genannt werden. Wer das nicht möchte, möge auf seiner Überweisung bitte „kV“ für „keine Veröffentlichung“ vermerken.

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