Hammer-Urteil im Diesel-Skandal gegen VW: BGH-Entscheidung ist gefallen

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Eingeschneit sind diese Autos in Krün. Bauhofmitarbeiter versuchten bereits ab den frühen Morgenstunden, den weißen Massen Herr zu werden.

Zweithöchste Lawinen-Warnstufe

Sperrungen und Sprengungen: Das sind die Folgen der Schneemassen

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Schnee in Hülle und Fülle: Vor allem der südliche Landkreis wurde in den vergangenen Tagen mit einem dicken, weißen Mantel eingekleidet. Es kam zu Straßensperrungen. In den Bergen herrscht nach wie vor erhebliche Lawinengefahr.

Landkreis – Weiße, gewaltige Wolken setzten sich in Bewegung und donnerten in Richtung Tal. Zweimal – am Freitag und am Sonntag. Kurz vor der Bundesstraße 2 bei Mittenwald stoppten sie. Genau so wie es bei Lawinenabgängen am Karwendel sein soll. „Es waren sehr gut Sprengerfolge“, sagt Heinz Pfeffer. Die Schutzverbauung an der Rainlähne hat ihren Sinn erfüllt, „sich mehr als bewährt“, betont der Obmann der Lawinenkommission.

Die starken Schneefälle in den vergangenen Tagen hatten den Landkreis im Griff. Vor allem den südlichen Teil, speziell das Isartal. Bauhofmitarbeiter und Feuerwehr-Kräfte in Krün rückten bereits gegen 4 Uhr aus, um Äste zu schneiden oder steckengebliebenen Fahrzeugen Starthilfe zu geben. Die B 2 zwischen Mittenwald-Süd und dem Grenzübergang Scharnitz musste am Sonntagvormittag wegen Lawinengefahr gesperrt werden. Der so genannte Leutascher Berg, Staatsstraße 2042, war nur mit Schneeketten passierbar. Auch die Mautstraße zwischen Vorderriß und Wallgau wurde ab 14 Uhr bis zum Montag, 10 Uhr, zur Sperrzone erklärt. Auf der B11 zwischen Walchensee und Wallgau gefährdeten umgestürzte Bäume den Verkehr.

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Doch nicht nur der Straßenverkehr war beeinträchtigt. Auf der Zugstrecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Reutte kam es zu mehreren Störungen. Die Folge: Stillstand. In den Morgenstunden konnten wegen der schlechten Verhältnisse nicht einmal Schienenersatz-Busse die Bahn-Kunden von A nach B befördern.

Skipisten blieben gesperrt

Trotz des widrigen Wetters blieb es für die Polizei eher ruhig. Überall. Die Zahl der Unfälle – übersichtlich. „Ein paar Schneeräumer haben Autos angefahren“, heißt es aus der Garmisch-Partenkirchner Inspektion. Ähnliches Bild im Isartal. „Man kann ja fast keine Unfälle bauen, weil man nicht weiterkommt“, sagte ein Sprecher.

Achtung, Glätte: Einige Autos blieben auf dem Weg zum Hörnle-Parkplatz mit ihren Autos hängen.

So sehr sich die Schneeberge türmten – mit Ausnahme der nördlich gelegenen Gemeinden wie Murnau –, das große Chaos brach nicht aus. In höheren wie in tieferen Lagen. „Alles ist im grünen Bereich“, sagte Andreas Dahlmeier, Bereitschaftsleiter der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen. Die Menschen „halten sich zurück, ins Gelände zu fahren“. Einige Lifte gingen gar nicht erst in Betrieb. Auf der Zugspitze wie im Garmisch-Classic. Wankbahn, Osterfelderkopflift, Bernadein-, Hochalm- und Alpspitzbahn standen still. Auf Empfehlung der Lawinenkommission. In den Morgenstunden „wurde durchgesprengt“, sagte Rainer Weber von der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB). An markanten Punkten wie der Alpspitz-Nordwand oder am Hochalmweg. In anderen Bereichen schaltete man Warnleuchten ein. Skifahrer konnten sich zudem über die aktuelle Lawinensituation auf Bildschirmen der BZB informieren.

Tag für Tag entscheidet das Unternehmen nun neu, welche Pisten öffnen, welche nicht. Stets in Absprache mit den Lawinen-Experten. Die Zentrale im Bayerischen Landesamt für Umwelt gibt jedenfalls noch keine Entwarnung. Im Gegenteil: Für Montag herrscht Stufe vier, also große Lawinengefahr. Das Hauptproblem stelle die enorme Auflast des Neuschnees auf die instabile Altschneedecke dar, heißt es im Lagebericht. Die gute Nachricht: In den kommenden Tagen soll sich die Situation entschärfen.

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