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Sportwelt blickt auf Garmisch-Partenkirchen

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© dpa

Garmisch-Partenkirchen - Olympia ja oder nein? Diese Frage bewegt am Sonntag ganz Deutschland. Das Medieninteresse am Bürgerentscheid ist riesig. Auch die Konkurrenz ist vor Ort.

„Das Medienaufkommen ist größer als bei einer Kanzlerwahl“, beschreibt Heinz Mohr seinen Eindruck. Etliche Vertreter von Presse, Rundfunk und Fernsehen aus ganz Deutschland haben sich im Vorfeld des Bürgerentscheids zu Olympia an diesem Sonntag bei dem Vorsitzendendes Vereins OlympiJa gemeldet. Sein Gegenspieler Axel Doering, Sprecher von NOlympia, hatte sogar Mitarbeiter eines Fernsehsenders aus Südkorea am Telefon. Doering zufolge berichtet dieser am Sonntag direkt aus dem Garmisch-Partenkirchner Rathaus, wo die Stimmzettel ausgezählt und das Ergebnis bekanntgegeben werden.

Für Südkorea ist der Ausgang von besonders großem Interesse. Denn ein Votum gegen die Winterspiele 2018 würde die Chancen des Mitbewerbers Pyeongchang rund zwei Monate vor der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am 6. Juli in Durban extrem erhöhen. Die Unterstützung der Bewerbung durch die Bevölkerung gilt innerhalb des IOC als wichtiges Kriterium für einen Zuschlag. Deshalb sieht Doering ein Ergebnis von 52 Prozent gegen Olympia als einen klaren Sieg. „Für die Befürworter wären 52 Prozent zwar vom Ergebnis auch ein Sieg, aber trotzdem ein fatales Signal.“ Das hat er so auch gegenüber den großen deutschen Fernsehsendern, Presseagenturen sowie vielen überregionalen Tageszeitungen gesagt, die seine Prognose für den Ausgangs des Bürgerentscheids wissen wollten. Peter Fischer tippt auf ein deutlicheres Votum als nur 52 Prozent zugunsten der Bewerbung. Er hofft auf 60 bis 70 Prozent. „Dann kann man mit Recht sagen, dass die Bevölkerung hinter Olympia 2018 steht“, betont der Initiator des Bürgerbegehrens pro Bewerbung.

Solche Schätzungen darf Florian Nöbauer nicht abgeben. Trotzdem war der Rathaus-Sprecher in den vergangenen Tagen ein gefragter Mann. „Es gab sehr viele Anfragen von allem, was Rang und Namen hat.“ Bei ihm erkundigen sich die Journalisten über den Ablauf des Entscheids. Auch zur Bedeutung der Stichfrage muss Nöbauer immer wieder Auskunft geben. Und damit im Rathaus kein Chaos ausbricht, kümmern sich mehrere Gemeindemitarbeiter am Sonntag um die Medienvertreter und Kamerateams.

Janine Tokarski

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