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Selbstverständlich mit dem Rad: Zur Veranstaltung nach Murnau strampelt Lisa Loth (l.) zusammen mit den Teilnehmern der Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen. 

Teilnehmer legen über 90.000 Kilometer zurück

Stadtradeln-Aktion schreit nach einer Wiederholung

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Rad statt Auto: Drei Wochen lang traten die Teilnehmer der Stadtradeln-Aktion im Landkreis fleißig in die Pedale. Die Organisatoren ziehen ein positives Fazit.

Landkreis – Knapp zweieinhalb Mal haben sie den Äquator umrundet. 91.690 Kilometer legten die 450 Teilnehmer bei der landkreisweiten Stadtradel-Aktion der Zugspitz Region zurück. Damit leisteten sie ihren Teil zum Klimaschutz bei. 13.020 Kilogramm CO2 sparten sie ein. „Das entspricht einem Flug von Frankfurt nach Sydney“, sagte Florian Diepold-Erl im Umweltausschuss des Kreistags. Der Klimaschutzmanager wählte plakative Beispiele wie diese, um den „riesen Erfolg“ des Projekts zu untermauern.

Passender Hauptpreis: Dominik Seebacher (2.v.l.) gewinnt ein Fahrrad und bekommt es von Lisa Loth (l.), Florian Diepold-Erl (2.v.r.) sowie Landrat Anton Speer überreicht.

Drei Wochen lang sattelten die Teilnehmer aufs Fahrrad um. 49 Mannschaften gingen an den Start. Die Siegerehrung fand nun am Wochenende im Murnauer Kultur- und Tageszentrum (KTM) statt. Die Spitzenreiterrolle nahm das bei der Aktion das Team Grafenaschau ein. Bürgermeister Hubert Mangold gelang es, 42 Fahrer zu motivieren. Sie steuerten 8000 Kilometer zur Gesamtbilanz bei. Den Hauptpreis in der Einzelwertung, passenderweise ein Fahrrad, erstrampelte sich Dominik Seebauer von den Höhenmeterhelden Murnau. Doch auch der Rest der 80 Anwesenden im KTM ging nicht leer aus. Jeder erhielt einen Preis, den die zahlreichen Unternehmen aus dem Landkreis zur Verfügung gestellt hatten. „So ein Engagement ist nicht selbstverständlich“, machte Regionalmanagerin Lisa Loth deutlich.

Gemeinsam mit Diepold hat sie die Aktion organisiert. Und zeigte sich in der Ausschusssitzung zufrieden über die Beteiligung. Aus den Reihen der Kreisräte fiel diese allerdings eher mau aus. „Ich würde mir wünschen, wenn künftig mehr von Ihnen mitmachen“, sagte sie. Denn wiederholen möchte die Zugspitz Region das Stadtradeln auf jeden Fall. Dann auch mit ein paar Verbesserungen. Loth nahm sich selbst in die Kritik. „Wir haben bei der Terminplanung gepennt“, sagte sie. Die Radelphase fiel genau auf die Ferien. „Wir konnten die Schüler nicht so gut einbinden.“

Die positiven Erfahrungen überwiegen trotzdem. Als Höhepunkt bezeichnete sie das Rennen zwischen Oberaus Bürgermeister Peter Imminger im Auto und Garmisch-Partenkirchens Rathauschefin Dr. Sigrid Meierhofer auf dem Rad. Lob sprachen sie und Diepold auch an deren Kollegen aus Murnau, Rolf Beuting, aus. Als Radelstar wollte er drei Wochen privat wie dienstlich auf sein Auto verzichten – und zog seinen Plan durch.

Das Thema soll nun nicht wieder untergehen. Für ein Jahr hat die Zugspitz Region die App „RADar!“ gebucht. Darin können Radfahrer Anregungen geben oder auf Problemstellen aufmerksam machen. Die Hinweise werden Loth zufolge dann in das Radwegekonzept einfließen. 

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