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Stalker verurteilt: Mann schickt Biathlon-Star Neuner 161 E-Mails

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Spitzensportlerin und Publikumsliebling Magdalena Neuner.
Spitzensportlerin und Publikumsliebling Magdalena Neuner. © ap

Garmisch-Partenkirchen/Wallgau - Wirre Worte per E-Mail, Besuche in Wallgau: Ein 41-Jähriger hat monatelang Biathletin Magdalena Neuner nachgestellt. Dafür bekam er sechs Monate Haftstrafe auf Bewährung.

Zudem hat Richter Michael Rothärmel vom Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen dem Freiburger eine Geldstrafe von 1500 Euro aufgebrummt.

Im Postfach des Sportstars sammelten sich E-Mails mit seltsamen Inhalt: "Wie wär's, wann ist es soweit" oder "Grüße aus der Stadtbibliothek" schickte der Stalker. Manchmal wählte er dreiste Worte: "Stell dich nicht so dämlich an."

Der Stalker begann im Januar 2008, Neuners Zuhause in Wallgau aufzusuchen, kam aber immer nur bis zur Haustür. Die Rechnungen für seine Hotel-Aufenthalte - insgesamt geht es um 1060 Euro - zahlte er nicht.

Vor zirka einem Jahr wurde dem 41-Jährigen verboten, sich Neuners Haus mehr als 100 Schritte zu nähern. Da er trotzdem E-Mails schickte und so gegen die einstweilige Verfügung verstieß, musste er nun vor Gericht.

Er selbst erschien nicht. Der Pflichtverteidiger ließ von seinem Mandanten ausrichten, dass er keine E-Mails verschickt hatte. Richter Rothärmel blieb hart. Die Geldstrafe über 1500 Euro, die er verhängte, bekommt der TSV Mittenwald.

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