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Die Arbeiten am Bahnhofsareal laufen.

Der Zeitplan für die Hummel-Projekte

Startschuss fürs neue Bahnhofsareal

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Den Anfang macht das Hostel. Am 8. Mai beginnen die Arbeiten für das 200-Betten-Haus an der Lagerhausstraße. Investor Franz Hummel hofft, dass bis dahin auch die Baugenehmigung für das erste Teamressort vorliegt, in dem Wohnungen für Klinikums-Mitarbeiter entstehen.

Garmisch-Partenkirchen – Knapp zwei Wochen. Eigentlich nichts im Vergleich zu den Jahren, die sich Franz Hummel schon mit der Entwicklung der Flächen rund um den Garmisch-Partenkirchner Bahnhof beschäftigt. Trotzdem schwingt in der Stimme des Investors eine leichte Ungeduld mit. Noch knapp zwei Wochen muss er diese bezwingen, dann geht’s los. Endlich. „Gott sei Dank, dieses Zeichen ist wichtig.“ Allein auf den 10 000 Quadratmetern zwischen Bahnhofsplatz, Lagerhausstraße und den Gleisen investiert Hummel 70 Millionen Euro.

Mit dem Bau des Hostels geht’s am Montag, 8. Mai, los. Für das 200-Betten-Haus, das im Herbst 2018 eröffnen soll, gibt es bereits einen Pächter. Das Deutsche Jugendherbergswerk steigt hier ein – zunächst für 25 Jahre. „Das ist das erste Mal, dass sie so etwas machen“, sagt Hummel. Aber das künftige Hostel passt ihm zufolge perfekt ins Konzept der künftigen Betreiber, die daneben weiterhin an der Jugendherberge in Burgrain festhalten. „Dort sollen vor allem Schulklassen und Gruppen untergebracht werden, am Bahnhof dagegen Familien und Einzelpersonen.“

Über diesen Partner ist Hummel genauso froh wie über das Klinikum, das das erste Haus, in dem 38 Wohnungen entstehen, für seine Mitarbeiter kauft. Noch liegt dem Investor die Genehmigung für dieses erste Objekt im so genannten Team-Ressort nicht vor, „mir wurde aber vom Rathaus zugesichert, dass sie nächste Woche kommt“. Denn parallel zum Hostel würde er auch damit gerne in der zweiten Mai-Woche loslegen.

Einzug der ersten Mieter: 2019

Der dritte Schritt, um das neue Bahnhofsareal mit Leben zu erfüllen, ist der Bau einer Tiefgarage, ein Komplex für Mitarbeiter aus Hotellerie und Gastronomie und Wohnungen für Familien. 170 weitere Einheiten realisiert Hummel in diesem Bereich. Schon jetzt wird er von Anfragen regelrecht überrollt. „Das Interesse an günstigem Wohnraum ist enorm.“ Läuft alles nach Plan, hofft er Anfang Juni grünes Licht aus dem Rathaus zu haben. Bis zur Hostel-Eröffnung steht dieser Teil aber noch nicht. „Das schaffen wir nicht, schließlich muss erst einmal die Tiefgarage gebaut werden“, erklärt Hummel. Anfang 2019 rechnet er mit dem Einzug der ersten Mieter.

Nachdem die Kletterhalle auf dieser Seite des Bahnhofs gescheitert ist, läuft nun die Abstimmung über die veränderte Planung. „Hier bewegen wir uns in einer touristischen Sonderzone“, sagt Hummel. Und daran will er auch nicht rütteln. Ferienwohnungen und Gastronomie schweben ihm vor. Was der Bauausschuss um Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) dazu sagt, wird sich bei einer Sondersitzung Anfang Mai zeigen.

Parallel dazu hat Hummel Planer angeheuert, die sich des Bahnhofsareals an der Olympiastraße annehmen. 50 000 Quadratmeter hat er hier zur Verfügung, um zwei Hotel-Projekte und eine Mobilitätsdrehscheibe inklusive Parkhaus und Kletterhalle zu verwirklichen. Für letztere und für die Beherbergungsbetriebe hat er bereits potenzielle Betreiber gefunden. Noch kann er sie bei der Stange halten. „Ich hoffe, das bleibt so“, sagt Hummel. Denn an eine Umsetzung denkt er frühestens im kommenden Jahr, wenn auch heuer schon mit der Altlasten-Entsorgung und dem Rückbau gestartet werden soll. Priorität in diesem Bereich haben das Parkhaus, das auch für die Pendler wichtig ist, und die Kletterhalle. Auf dem Papier steht beides bald, bis es auch in der Wirklichkeit Formen annimmt, muss sich Hummel aber noch gedulden.

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