Umgestürzte Bäume und ein fliegendes Trampolin

33 Feuerwehr-Einsätze in der Sturmnacht

Bäume fallen wegen der Orkanböen auf Straßen und Strommasten. Sogar ein Trampolin fliegt durch die Luft. Der Landkreis kommt dennoch glimpflich davon. 

Landkreis – Es war der Rekord an umgestürzten Bäumen im Oberland. Das teilt die Integrierte Leitstelle in Weilheim auf Tagblatt-Nachfrage mit. Durch die heftigen Unwetter und Orkanböen in der Nacht von Freitag auf Samstag mussten Feuerwehren im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sowie in den benachbarten Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Weilheim-Schongau um die 270 Mal ausrücken. Vier Menschen wurden leicht verletzt. Mit 33 registrierten Vorfällen verlief die Sturmnacht in der hiesigen Region jedoch noch relativ glimpflich. Vor allem ausgerissene Bäume und Äste beschäftigten die Einsatzkräfte in den einzelnen Gemeinden. Zeitweise waren die Zugstrecken zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald sowie Reutte in Tirol gesperrt. Zu Unfällen ist es jedoch nicht gekommen. „Gott sei Dank“, sagt Kreisbrandrat Johann Eitzenberger.

Seiner Aussage nach sei es im Landkreis „flächendeckend“ zu kleineren Einsätzen gekommen. Der Oberauer Feuerwehr-Kommandant Florian Schindlbeck und seine Männer sind sechs Mal ausgerückt. „Die größte Herausforderung war ein umgestürzter Baum am Schmiedeweg“, sagt er. Dieser war auf einen Strommasten gefallen. Ein weiterer Stamm stürzte auf das Dach eines Wohnhauses. Außerdem haben die Einsatzkräfte einen Baum am Ettaler Berg entfernt. „Auf der B 2 befanden sich noch mehrere Äste“, betont der Kommandant.

Viel zu tun hatten die Feuerwehrmänner in Murnau. Sie waren bei zwölf Einsätzen gefordert. Dabei ging es ebenfalls vorrangig darum, umgestürzte Bäume zu beseitigen. Doch es stellten sich auch andere Herausforderungen. „Ein Trampolin flog durch die Gegend“, berichtet Kommandant Florian Krammer. Einige Bauzäune – zum Beispiel am Rathaus oder an der Reschstraße – sind in Mitleidenschaft gezogen worden. Zu Unfällen sei es nach derzeitigen Stand nicht gekommen. Dies teilt auch die Polizei in Garmisch-Partenkirchen mit.  maw

Rubriklistenbild: © dpa Symbolbild

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