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Stolz auf die Auszeichnung: Irene und Franz Kässer von der Chocolaterie Amelie. 

Angesehener Preis

„Süßer Stern“ für die Schokoladen-Macher

Die Chocolaterie Amelie ist in Berlin ausgezeichnet worden: Sie hat mit ihrem besonderen Beratungs- und Verkaufsangebot auf ganzer Linie gepunktet.

Garmisch-Partenkirchen – „Gott sei Dank sind wir zur Verleihung nach Berlin mit dem Auto angereist“, sagt Irene Kässer im Scherz. Schließlich gab es dort für Kässer, die gemeinsam mit ihrem Mann Franz die Chocolaterie Amelie in Garmisch-Partenkirchen betreibt, ein schweres Geschenk: eine durchsichtige Skulptur. „Ich weiß nicht, wie ich die im Zug hätte transportieren sollen.“ Der „Süße Stern“ macht schon was her und gilt als der „Oscar der Süßwarenwirtschaft“. Heuer ging er an die Confiserie aus der Ludwigstraße.

Die beliebte Auszeichnung, die jedes Jahr vom Handelsverband „Sweets Global Network“ im deutschsprachigen Raum verliehen wird, kürt Süßigkeiten-Geschäfte in vier verschiedenen Kategorien. Von der optimal eingerichteten Supermarkt-Abteilung bis hin zum inhabergeführten Feinkostgeschäft. „Ich hab halt mal eine Bewerbung hingeschickt“, sagt Franz Kässer etwas lapidar. Anfangs maß er seinem Tun wenig Aufmerksamkeit bei. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, wie bekannt diese Auszeichnung in Fachkreisen ist.

Daraufhin besuchten anonyme Testkunden die Kässers in ihrer Filiale in Partenkirchen. Produkte, Beratung und die Einrichtung des Ladens wurden bis ins kleinste Detail unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse gingen an eine Jury. Auf einem dreitägigen Kongress in Berlin, zu dem die jeweils drei besten Bewerber aus den Kategorien geladen waren, wurden die Gewinner vor Kurzem ausgezeichnet. In der Kategorie, in der auch das Schokoladengeschäft der Kässers ins Rennen ging, waren eine weitere Chocolaterie aus Basel und ein Hussel-Fachgeschäft aus Münster vertreten. Warum letztlich der erste Platz nach Garmisch-Partenkirchnen ging, hat Franz Kässer in Erfahrung gebracht. „Die Jury war vor allem von unserer Beratung begeistert.“

Zudem konnte die Confiserie mit ihrer Ladengröße und der Einteilung in verschiedenen Verkaufsbereichen, wie eine Almhütte mit bayerischen Schokoladenkreationen wie Brezn, punkten. „Wir haben den Vorteil, dass die Produktion gleich nebenan ist. Wenn Kunden eine knifflige Frage zu einer Kreation haben, können wir gleich nachfragen.“  Begeistert war Franz Kässer auf dem Event von den fachlichen Vorträgen. Bekannte Kollegen aus der Branche wie die Kuchen-Koryphäe „Sally“, die für ihren Blog im Internet und eine eigene Fernsehshow bekannt ist, stellten Marktanalysen vor und gaben Tipps für professionelles Marketing.

„Ich habe einige Verbesserungen für meine Facebook-Seite mitnehmen können“, sagt Kässer erfreut. Seit ein paar Wochen ziert die durchsichtige Skulptur nun die Ladentheke im Eingangsbereich.

Viele Geschäftspartner haben den Unternehmer gleich darauf angesprochen. „Hast Du etwa den ,Süßen Stern 2017‘ gewonnen?“ Dass das eine wahrlich wertvolle Auszeichnung ist, weiß daher nun auch Franz Kässer.

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