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Überfall auf OMV-Tankstelle: Polizei sucht nach drei Männern, die den Täter gesehen haben

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Von: Christian Fellner

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Ein bewaffneter Man in einer Tankstelle in Garmisch-Partenkirchen
Der Moment des Überfalls: Diese Aufnahmen hat die Polizei aus der Überwachungskamera erstellen können. © Polizeipräsidium Oberbayern

Der Abend des 4. Januar ist beileibe kein normaler in der OMV-Station in Garmisch-Partenkirchen gewesen. Gegen 20 Uhr kam es zu einem Überfall. Vom Täter gibt es Bilder der Überwachungskamera. Noch aber hat die Polizei keine heiße Spur. Sie sucht nun dringend nach drei Männern, die den Mann gesehen haben müssen.

Update, 12. Januar: Es war eine spektakuläre Meldung in der vergangenen Woche. Am Dienstagabend, 4. Januar, kam es zu einem Raubüberfall auf die OMV-Tankstelle an der Zugspitzstraße in Garmisch-Partenkirchen. Mehrere hundert Euro sind dabei erbeutet worden. „Bisher haben wir keine heiße Spur“, räumt Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, ein. Die Auswertung der Spuren laufe. Eine Neuerung gibt es allerdings schon: Die Polizei hat neue Erkenntnisse zu den Passanten, die den Täter gesehen haben müssen. Gegenüber der ursprünglichen Annahme, es seien zwei Fußgänger gewesen, waren es tatsächlich drei Männer. Das haben weitere Aufnahmen ergeben. Die gingen an der Zugspitzstraße ortsauswärts und betraten schließlich die benachbarte Esso-Tankstelle. „Die drei sind eine Chance“, sagt Sonntag. Sie sollten sich melden unter 0 88 21/9170. cf

Ursprungsmeldung:
Garmisch-Partenkirchen – Es ist der Albtraum eines jeden Tankstellenbesitzers: ein Überfall. Oft geschehen diese Verbrechen nicht mehr, „denn ein Tankstellenraub rentiert sich nie“, sagt Alexander Huber, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim. Wer zahle dort heutzutage seinen Sprit noch mit Bargeld? Noch dazu droht einem Täter ein empfindliches Strafmaß: „Eine Freiheitsstrafe nicht unter drei Jahren“, zitiert Huber das Gesetzbuch.

Und doch: Am Dienstagabend ist es in Garmisch-Partenkirchen nach langer Zeit wieder zu einem Überfall gekommen. Offenbar ein junger Mann betrat kurz nach 20 Uhr die OMV-Tankstelle an der Zugspitzstraße und bedrohte die Tankwartin mit einem Messer. Er forderte die Herausgabe des Bargelds. Anschließend flüchtete er zu Fuß in Richtung Ortsmitte/Marienplatz.

Die Beute: „Im dreistelligen Bereich“, betont Huber. Und doch erfüllt der Vorgang den Tatbestand des bewaffneten Raubüberfalls, da der Täter die Frau im Shop mit einem Messer bedrohte. Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung nach dem Unbekannten ein. Mit allen verfügbaren Kräften, auch Beamten der Bundespolizei, wurde die nähere Umgebung durchkämmt – ohne Erfolg.

Täter um die 25 Jahre alt, spricht Deutsch mit Akzent, vermutlich türkisch

Noch hat die Polizei aber Hoffnung, den Täter möglicherweise überführen zu können. Zum einen gibt es die Aufnahmen aus der Überwachungskamera des Tankstellenshops, die den Mann bei seiner Tat zeigen. Dazu existiert die Beschreibung des Überfallopfers: Demnach handelte es sich mutmaßlich um einen zirka 25 Jahre alten Mann, ungefähr 1,75 Meter groß, rund 85 Kilogramm schwer. Der Mann sprach Deutsch, allerdings mit Akzent, vermutlich mit türkischem Einschlag. Er trug eine eng anliegende dunkle Hose, zudem einen dunklen Pullover und schwarze Schuhe. Sein Gesicht verbarg er hinter einer schwarzen Stoffmaske.

Videoüberwachung zeigt eine Szene: Räuber begegnet zwei Fußgängern

Neben dieser Beschreibung ist auch bekannt, dass der Mann bei seiner Flucht zwei Passanten auf dem Gehweg vor dem angrenzenden Edeka-Supermarkt begegnet ist. „Vermutlich da auch schon ohne seine Maske“, sagt Huber. Das kann die Polizei aber nicht genau sagen. „Er ist ihnen aber über die Straße ausgewichen.“ Aufmerksam geworden sind die Einsatzkräfte der Kriminalpolizei auf die zwei Fußgänger über Bilder einer Videoüberwachung. „Die Kamera erfasst auch diesen Teilbereich der Straße“, sagt der Polizeisprecher. Das große Manko jedoch: Wer die beiden Passanten waren, die dem Tankstellenräuber direkt begegnet sind, ist nicht bekannt. „Wir hoffen natürlich, dass sie sich bei der Polizei melden und an die Szene erinnern können“, sagt Huber. Daher verweist er auch nochmals auf die Tatzeit: vergangener Dienstagabend kurz nach 20 Uhr.

Die Polizei sucht aber auch grundsätzlich nach Zeugen des Vorfalls: Wer zu der angegebenen Zeit auffällige Beobachtungen rund um den Bereich gemacht hat, sollte sich schnellstmöglich bei der Inspektion in Garmisch-Partenkirchen melden – direkt oder telefonisch unter 0 88 21/91 70.

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