+
Grundgerüst: Das Garagen- und Funktionsgebäude samt hinterem Küchentrakt steht bereits.

Bauende Mai 2018

Tannenhütte: Teile des Rohbaus stehen

Es geht voran am Wank: Teile des Rohbaus für die neue Gamshütte stehen schon, das Leitungsnetz wächst. Sogar ein Piranha kommt zum Einsatz.

Garmisch-Partenkirchen – Auf den ersten Blick ist das, was derzeit auf 1000 Metern am Wank in Garmisch-Partenkirchen entsteht, recht futuristisch. Doch bei den Gebäudeelementen handelt es sich bislang nur um den Rohbau für den Garagen- und Funktionsbereich, den rückwärtigen Küchentrakt und die Bodenplatte der Tannenhütte. So lautet, wie Sprecher Konrad Prielmeier von der Bayerischen Staatsforsten erklärt, nach wie vor der Arbeitstitel für den Nachfolger der beliebten Gamshütte. Bis zum Frühjahr soll der Rohbau fertiggestellt sein.

Meter um Meter: Florian Dörfer baggert fürs Leitungsnetz.

„Die Arbeiten an der Hütte werden wegen des Winters nicht unterbrochen“, stellt Prielmeier klar. Während der kalten Monate soll der Innenausbau der neuen Einkehr erfolgen, die sich durch klare Strukturen sowie viel Holz und Glas auszeichnen wird. Seit dem Sommer hat sich einiges getan: „Die Arbeiten an den Teilen in Massivbauweise sind abgeschlossen.“ Gerade erst wurden Dach und Bodenplatte abgedichtet. Nun beginnen die Handwerker mit der Rohinstallation im Küchentrakt. „Das heißt, es werden Wasserleitungen, Strom und Heizungsrohre verlegt.“

Die Versorgung am Berg einzurichten, ist keine einfache Aufgabe. Bei der Umsetzung bauen die Staatsforsten auf Florian Dörfler. Seine Firma für alpinen Tiefbau wurde damit beauftragt, das rund ein Kilometer lange Leitungsnetz zwischen Tal und Berghütte zu schaffen. Seit zwei Wochen baggert er den Weg für die Rohre frei. „Die Logistik ist anspruchsvoller“, sagt er über die Aufgabe. Schließlich führe das Netz quer durch den Wald und durch steiles Hang-Gebiet.

Wer sich auskennt, sieht, dass das Kanalrohr für die Tannenhütte nicht besonders breit ist. Das liegt Dörfler zufolge daran, dass das Gebäude mit einem so genannten „Piranha“ ausgestattet ist. Dieser Häcksler bereitet das Material so vor, dass es über Pumpen gut ablaufen kann.

Komplett aus Holz wird die eigentlich Tannenhütte sein. Ihr Aufbau ist für den Spätherbst geplant. „Die Teile werden vorgefertigt und müssen auf der Baustelle nur zusammengesetzt werden.“ Dies dauert Prielmeier zufolge rund zwei Wochen. „Einer der großen Vorteile der Holzbauweise.“ Ob die neue Einkehr in Zukunft Tannenhütte heißen wird, hängt auch vom künftigen Pächter ab. Wer das ist, wurde noch nicht verkündet. Seit Sommer laufen allerdings Vertragsverhandlungen. „Derzeit werden die letzten Details abgestimmt.“

Spätestens im Mai nächsten Jahres, wenn in Ettal die Landesausstellung beginnt, muss alles feststehen und fertig sein. Die neue Hütte ist  beim Thema Forstwirtschaft Teil des Rahmenprogramms. Infotafel und Führungen sind geplant.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Landesausstellung: Dort können Besucher sich verpflegen
Was passiert, wenn der kleine Hunger kommt? Bei der Landesausstellung in Ettal wird es kein eigenes Essenszelt geben. Die Verantwortlichen glauben dennoch, dass die …
Landesausstellung: Dort können Besucher sich verpflegen
Nicht jede Entwicklung ist positiv: So sieht die Sicherheitslage im Landkreis aus
Aufgeklärte Einbruchserien, tausende Festnahmen an der Grenze, weniger Diebstähle: Die Bürger im Landkreis können ruhig schlafen. Zumindest fallen die Zahlen des …
Nicht jede Entwicklung ist positiv: So sieht die Sicherheitslage im Landkreis aus
Michael Endes 90. Geburtstag wird beim Kulturfestival „Zamma“ gefeiert
Die Vorschlagsliste ist schon jetzt lang. Zahlreiche kreative Projekte haben rund 130 Garmisch-Partenkirchner beim Ideentag für das Kulturfestival „Zamma“ angeregt. …
Michael Endes 90. Geburtstag wird beim Kulturfestival „Zamma“ gefeiert
Hallenbad-Ratsbegehren: Mittenwalder haben wieder die Wahl
Dass das Ratsbegehren der CSU zum Hallenbad am Dienstag durchgehen würde, war angesichts der Mehrheitsverhältnisse klar. Doch wie wird der Bürgermeister entscheiden? Im …
Hallenbad-Ratsbegehren: Mittenwalder haben wieder die Wahl

Kommentare